Ausblicke

Reizvolle Mischarchitektur

Das Berliner Schloss gewinnt zusehends an Form und Inhalt: Während die moderne Ostfassade bereits fertiggestellt ist, nimmt die Rekonstruktion der drei barocken Fassaden immer mehr Gestalt an. Auf seiner Website bietet das Humboldt Forum die Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Humboldt Forum

Foto: Stiftung Humboldt Forum/Franco Stella

Bauarbeiter, Maurer, Trockenbauer, Elektriker: Hunderte Handwerker sorgen auf der wichtigsten "Kulturbaustelle" Deutschlands jeden Tag für deutliche Fortschritte. So ist etwa das prächtig gestaltete Eosanderportal, obwohl noch im Rohbau, schon jetzt überaus imposant erkennbar. Seine Säulen aus Sandstein erstrecken sich bis an die Glasdecke. Darüber die Kuppel, die an der Westseite des Schlosses gegen den blauen Himmel aufragt.

Blick hinter die Fassade

Während das Ausstellungskonzept "Weltkulturmuseum" zunehmend an Kontur gewinnt, schreitet der Bau des Berliner Schlosses rasant voran. Davon überzeugten sich rund 40.000 Kulturinteressierte am Tag der offenen Baustelle im Juni 2017.

30 Meter der rekonstruierten barocken Fassade waren zu bestaunen - pastellgelb verputzt, darunter wurden rund 3,5 Millionen Ziegelsteine verbaut. Die Fenster sind in Sandstein gefasst und mit Figuren verziert. Insgesamt schmücken 2.228 solcher Figuren die Fassaden am und im Schloss. "Vor allen Dingen der Kontrast zwischen dem Modernen und dem Alten - also, ich finde das irgendwie doch begeisternd", so einer der vielen Besucher. Mehr Stimmen hier im Video.

Video

Humboldt Forum - Tag der Offenen Baustelle

Rekonstruktion nach historischem Vorbild

Der Entwurf der Schlossrekonstruktion geht auf den italienischen Architekten Franco Stella zurück. Wie vom Bundestag vorgegeben, sieht er eine Rekonstruktion des Gebäudes nach historischem Vorbild vor. So werden drei barocke Fassaden wiederhergestellt, die Außenkuppel zieren ebenfalls nach historischem Vorbild Laterne und Kreuz.

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