Aktuelles zu Bau und Konzept

2018 ein wegweisendes Jahr

Kulturzentrum im Aufbau

Die Fertigstellung des Humboldt Forums rückt näher. Mit dem Langboot der Pazifik-Insel Luf ist, noch weit vor Fertigstellung des Baus, das erste Objekt erfolgreich. In der Humboldt-Box macht die aktuelle Ausstellung "[laut] die Welt hören" die konzeptionelle Idee deutlich.

Bilder des Transports und der Einbringung des Südseebootes in das Humboldt Forum.

Kurs auf Berlin-Mitte: 2019 sollen im Humboldt Forum auch außereuropäischen Sammlungen ihren Platz finden. Ein Objekt macht sich schon jetzt auf den Weg.

Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

Ein neues Kulturzentrum dieser Größe aufzubauen, ist baulich und organisatorisch eine Herausforderung. Aber auf der Baustelle des deutschlandweit größten Kulturprojekts des Bundes sind die Arbeiten weiter voran geschritten.

Südseeboot schwebte durchs Fenster

Ende Mai war ein weiterer Meilenstein erreicht. Das größte Objekt aus dem Ethnologischen Museum, der Rumpf des Langboots von den Pazifischen Insel, wurde in einer überdimensionalen Kiste ins Humboldt Forum gehievt. Der Bauablauf war entsprechend angepasst worden, alles lief reibungslos.

Es wird nicht das letzte Objekt bleiben, das auf Reisen geht. Bis August sollen die Sammlungen aus dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst in die Mitte Berlins transportiert werden, darunter weitere bekannte Stücke wie die Häuser der Bewohner von Südseeinseln, oder die Höhlenmalereien der Seidenstraße..

Vier Millionen Besucher, Eintritt frei

Das Projekt liegt bisher im Zeit- und Kostenplan. Ende 2019 soll es betriebsbereit sein. In den ersten drei Jahren nach Eröffnung soll der Eintritt für die Dauerausstellungen und die Bildungsangebote frei sein. Das hat Kulturstaatsministerin Grütters mit dem Bundesfinanzminister vereinbart. Die Stiftung rechnet mit 3 bis 4 Millionen Besuchern pro Jahr, geplant sind 1.000 Veranstaltungen pro Jahr.

Auch baulich geht es voran: mittlerweile sind die historischen Fassaden in weiten Teilen rekonstruiert, finanziert auch durch Spenden. Bis Juni werden alle fertiggestellt sein. Dann wird sich das Schloss ohne Gerüst in seiner ganzen barocken Pracht präsentieren. Ambitioniert ist auch die Planung des Kulturbetriebs. Ausstellungen, Performances, Filme, Fachtagungen, Workshops: Mit einem umfangreichen Programm wird sich das Humboldt Forum ab 2018, bereits vor der Eröffnung, vernetzen: lokal, national und international. Global ist der Fokus etwa beim Projekt "Welche Zukunft", einer Koproduktion mit dem Deutschen Theater.

Die Welt als Ganzes hören: [Laut] in der Humboldt-Box

Für den Kulturvorstand gibt das Programm schon einen Ausblick, welch große kulturelle Vielfalt ab 2019 im Berliner Schloss zu erleben sein wird. Beispielhaft dafür sind die Ausstellungen in der Humboldt-Box. Seit 22. März läuft dort die Schau "[laut] Die Welt hören". Sie widmet sich den unterschiedlichen Musikkulturen. Denn: Entfaltet sich die Welt als Ganzes nicht erst durch Schall, Ton, Musik und Sprache?

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Durch Klänge andere Welten besuchen

Das Berliner Phonogramm-Archiv des Ethnologischen Museums und das Lautarchiv der Humboldt-Universität präsentieren ihre Tonaufnahmen. Die letzte Ausstellung geliebt, geschützt, gefährdet" beleuchtete die unterschiedlichen Aspekte des Schutzes von Kindern, zählte rund 88.000 Besucher.

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