Staatsministerin für Kultur und Medien

Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten

Kontaktstelle wird eingerichtet

Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände haben beschlossen, eine neue "Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten" aufzubauen. Vor allem Menschen und Institutionen aus den Herkunftsstaaten und -gesellschaften soll über die Kontaktstelle der Zugang zu Informationen über solche Objekte in Deutschland erleichtert werden.

Blick in eine Sammlung mit Kunstwerken aus Afrika.

Eine neue Kontaktstelle wird die Suche nach Kulturgut aus kolonialen Kontexten erleichtern.

Foto: imago images / alimdi

Die neue Kontaktstelle wird im ersten Quartal 2020 ihre Arbeit aufnehmen und organisatorisch bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt sein. Sie richtet sich vor allem an Menschen und Einrichtungen aus den Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften. Als erste Anlaufstelle soll sie ihnen den Zugang zu Informationen über Bestände von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland eröffnen. Finanziert wird die Kontaktstelle je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters begrüßte die Einrichtung der Kontaktstelle als wichtigen Schritt hin zu größtmöglicher Transparenz. Beschlossen wurde sie im Rahmen des Spitzengesprächs, das die Kulturministerinnen und -minister der Länder, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt für Internationale Kulturpolitik sowie die Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände auf Einladung der Staatsministerin für Kultur und Medien am 16. Oktober in Berlin geführt haben.

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