Im Dialog mit den Kulturen der Welt

Eröffnung im Humboldt Forum Im Dialog mit den Kulturen der Welt

Mit den Ausstellungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst öffnet das Humboldt Forum einen weiteren Teil des Gebäudes. Objekte aus fünf Kontinenten und fast zwei Jahrtausenden sind dort künftig für Besucherinnen und Besucher erlebbar.

Staatsministerin Grütters spricht bei der Eröffnung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum

Mit einem Festakt wurde heute das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum eröffnet.

Foto: BKM

Teilrekonstruierte Höhlen der Seidenstraße, japanische Stellschirme, ein Thron aus dem Königreich Bamum – auf mehr als 8.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche laden ab dem 23. September rund 10.000 Exponate dazu ein, die Kulturen der Welt zu entdecken. In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wurden jetzt im Humboldt Forum die ersten Ausstellungsräume des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin eröffnet.

Jeder und jede könne hier im Geiste der Brüder Humboldt Weltbürger und Weltbürgerin sein, sagte Kulturstaatsministerin Grütters bei der Eröffnung. Die weltweit bedeutenden Bestände der beiden Museen geben Einblicke in die vergangenen und gegenwärtigen Kulturen Afrikas, Amerikas, Asiens und Ozeaniens. Dabei stehen universale Menschheitsthemen im Fokus. So könne das Humboldt Forum „eine Bühne für weltbewegende Themen und Debatten unserer Zeit werden“, erklärte die Staatsministerin.

Grütters dankte in ihrer Rede allen Beteiligten. „Der Weltoffenheit Raum zu geben, ganz im Sinne der Brüder Humboldt – das war eine kulturpolitische Vision, für die es sich hart zu arbeiten, leidenschaftlich zu streiten und beharrlich zu kämpfen lohnte“, betonte sie. Sie wünsche dem Haus, dass es dem Dialog der Kulturen ebenso diene wie der Kultur des Dialogs.

Zeitgemäße Präsentation aus verschiedenen Perspektiven

Das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst zeigen im zweiten und dritten Obergeschoss des Westflügels im Humboldt Forum einen ersten Teil ihrer Bestände. In den neuen Ausstellungsräumen werden in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Mitgliedern der Herkunftsgesellschaften ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Kulturen der Welt präsentiert – jedoch nicht ohne den Blick auch auf die eigene Sammlungsgeschichte, das Erbe des Kolonialismus und die Rolle Europas zu richten.

Im Geiste der Humboldt-Brüder

Namensgeber des Humboldt Forums sind die Forscher und Entdecker Alexander und Wilhelm von Humboldt. Ihre Neugier und Fähigkeit, die Welt mit offenen Augen zu erkunden, ist Vorbild und Inspiration zugleich. So ist mit dem Humboldt Forum in Berlins historischer Mitte ein Raum für den Austausch mit Menschen aus allen Teilen der Welt entstanden. Direkt gegenüber der Museumsinsel will es Kunst, Kultur und Wissenschaft, aber auch Communities und Perspektiven zusammenführen.

Ausstellungen und Kulturprogramm laden zur Begegnung ein

Die Eröffnung der neuen Ausstellungsbereiche des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst begleitet ein viertägiges  Programm voller Begegnungen, das die Vielfalt der Sichtweisen auf die Sammlungen thematisiert.

Bereits im Juli startete das Humboldt Forum mit einem umfangreichen Kulturprogramm und sechs Ausstellungen. Neben den beiden neuen Ausstellungsflächen im Westflügel sind die Präsentationen zur Geschichte des Ortes sowie den Humboldt-Brüdern, die Sonderausstellungen „schrecklich schön – Elefant. Mensch. Elfenbein“ und „Nimm Platz! Eine Ausstellung für Kinder“ sowie die Auftaktausstellungen „Nach der Natur“ im Humboldt-Lab und „BERLIN GLOBAL“ zu sehen.

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