Gezielte Hilfen für Soloselbständige

Kultur- und Kreativwirtschaft Gezielte Hilfen für Soloselbständige

Um die wirtschaftlichen Folgen des November-Lockdowns zu mindern, unterstützt die Bundesregierung nicht nur Unternehmen, Vereine und Einrichtungen. Von den Hilfen profitieren vor allem auch Soloselbständige aus der Kultur- und Kreativszene.   

Leerer Stuhl auf einer Bühne

Soloselbständige können von den November-Hilfen besonders profitieren.

Foto: picture-alliance

Soloselbständige können für den November 2020 bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe erhalten. Anstelle des Vergleichsmonats November 2019 ist es auch möglich, den monatlichen Durchschnittsverdienst 2019 als Bezugsrahmen zugrunde zu legen.

"Ich bin froh, dass geplant ist, diese Hilfen ganz unmittelbar und unkompliziert beantragen zu können", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. "Außerdem ist es ein gutes Signal, dass der Kreis der Betroffenen und der indirekt Betroffenen weit gezogen wird. Ich bin zuversichtlich, dass wir so eine großzügige, schnelle und effiziente Hilfe für die massiv getroffenen Branchen, gerade auch für die Kultur, auf den Weg bringen.“

Weitere Informationen zur Antragstellung der "außerordentlichen Wirtschaftshilfen November" finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. In den FAQs finden Sie außerdem Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Schnelle und unbürokratische Unterstützung

Bis zu einer Summe in Höhe von 5.000 Euro können Soloselbständige den Antrag direkt stellen. Bei höheren Summen muss ein Steuerberater die Beantragung übernehmen. Hinsichtlich der Obergrenze der Förderung gelten beihilferechtliche Vorgaben.

Außerdem wird die Gruppe der Unternehmen, die von der neuerlichen Schließung direkt und indirekt betroffen sind, großzügig definiert. Danach gelten neben jenen Unternehmen, die von den behördlichen Schließungen direkt betroffen sind, diejenigen Betriebe oder Soloselbstständigen als indirekt betroffen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihres Umsatzes in Zusammenarbeit mit direkt betroffenen Unternehmen erwirtschaften. Die direkt und indirekt von der behördlichen Schließung betroffenen Betriebe können 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem November 2019 erstattet bekommen.

Zeichen der Wertschätzung

"Kultur und Medien leben gerade auch von der Kreativität und Innovationskraft vieler Soloselbständige", erklärte Monika Grütters. Die Anerkennung der Bedürfnisse dieser wichtigen Beschäftigtengruppe durch die Bundesregierung sei ein großer Fortschritt im Bemühen, diese Krise zu bewältigen. "Es ist vor allem ein Zeichen der Wertschätzung für viele in der Kultur und in der Kreativwirtschaft Tätige", so die Kulturstaatsministerin.


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