Grütters: Mehr Demokratiegeschichte wagen

Paulskirche wird nationaler Erinnerungsort  Grütters: Mehr Demokratiegeschichte wagen

Die Frankfurter Paulskirche ist ein Schlüsselort der deutschen Demokratiegeschichte. Sie soll zu einem nationalen Erinnerungs- und Lernort weiterentwickelt werden. Die konzeptionellen Eckpfeiler werden von einer Expertenkommission erarbeitet, die nun zum ersten Mal tagt.

Die Paulskirche in Frankfurt am Main

Zentraler Ort deutscher Demokratiegeschichte: Die Paulskirche in Frankfurt am Main.

Foto: picture alliance / Foto Huebner

„Die Paulskirche ist ein Schlüsselort unserer Freiheitsgeschichte, den wir gemeinsam zu einer nationalen Erinnerungs-, Gedenk- und Lernstätte ausbauen wollen“, erklärte Monika Grütters bei ihrem Besuch der Paulskirche am 12. September. Begleitet wurde die Kulturstaatsministerin von Mitgliedern der Expertenkommission sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen.

Die Expertenkommission tritt am 13. September zum ersten Mal zusammen. Sie stehe für „mehr Demokratiegeschichte wagen“, sagte Grütters weiter. Die Kulturstaatsministerin wies in diesem Zusammenhang auf die neue Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte hin, die nun ebenfalls ihre Arbeit aufnimmt. Deren Aufgabe sei es, auch die vielen weiteren authentischen Orte der Freiheit und Demokratie in ganz Deutschland stärker als bisher ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

In der Paulskirche in Frankfurt am Main beriet 1848/1849 das erste gesamtdeutsche Parlament über eine freiheitliche Verfassung mit Grundrechten und die Bildung eines deutschen Nationalstaats. 

Entwicklung eines Konzepts für nationalen Erinnerungs- und Lernort

In enger Zusammenarbeit von Bund, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt am Main soll die Paulskirche in den kommenden Jahren saniert und als Gedenk- und Lernort neugestaltet werden. Geplant ist in ihrer unmittelbaren Nähe die Enstehung eines „Hauses der Demokratie“, das als Ort politischer Bildung der Information über die Demokratie in Deutschland dienen soll. Als Ort der Kommunikation soll es außerdem die kritische Auseinandersetzung, aber auch die Verbundenheit mit der Demokratie fördern.

Eine unabhängige Expertenkommission aus deutschland- und europaweit vernetzten Fachleuten berät das Projekt fachlich-museal und erarbeitet die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen. Bis zum Jahr 2023, wenn sich die Revolution von 1848 zum 175. Mal jährt, soll die Kommission konkrete Umsetzungsvorschläge entwickeln.Vorsitzender der Kommission ist Volker Kauder. 

Zum Download

Mitglieder der Expertenkommission Paulskirche PDF, 511 KB, nicht barrierefrei

Eckpunktepapier Expertenkommission Paulskirche PDF, 2 MB, nicht barrierefrei

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