Wir kennen die Lehren aus unserer Geschichte

Staatsministerin Grütters Wir kennen die Lehren aus unserer Geschichte

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Vertreter der deutschen Wehrmacht unterzeichneten in Berlin die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. "Nie werden wir Deutschen vergessen, welches Leid und Elend wir mit dem Zweiten Weltkrieg über andere Völker gebracht haben", erklärte Staatsministerin Grütters zum 75. Jahrestag des Kriegsendes.

Luftmarschall Tedder (Großbritannien) und Marschall Shukow (Sowjetunion) nehmen die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht entgegen, Berlin-Karlshorst, 8./9. Mai 1945

8. Mai 1945: Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation.

Foto: Foto Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst

"Wir bekennen uns zu unserer aus diesem Elend erwachsenen Verantwortung für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde in Deutschland, Europa und weltweit", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters vor dem offiziellen Gedenktag. Wegen der Corona-Pandemie kann er in fast allen Ländern der Welt nur weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit begangen werden.

"Nie werden wir Deutschen vergessen, welches Leid und Elend wir mit dem Zweiten Weltkrieg über andere Völker gebracht haben. Wir kennen die Lehren aus unserer schwierigen Geschichte", betonte Grütters weiter. Der 8. Mai 1945 markiere keine Stunde Null. Gewalt, Unterdrückung und Leiden endeten nicht an diesem Tag.

Erinnerung an den Tag der Befreiung

Die Staatsministerin erinnerte gleichzeitig an die Sätze des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der 1985 in seiner großen Rede vor dem Deutschen Bundestag gesagt hatte: "Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung."

Auch ein anderer Satz Weizsäckers habe eine beklemmend aktuelle Bedeutung, so Grütters weiter: "Für uns kommt es auf ein Mahnmal des Denkens und Fühlens in unserem eigenen Inneren an."

Ausstellung zum Deutsch-Sowjetischen Krieg 1941-1945

Unterzeichnet wurde die bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945 vom Oberkommando der deutschen Wehrmacht in den Räumen der damaligen Wehrmachtspionierschule in Berlin-Karlshorst. Heute erinnert im dortigen Museum eine Ausstellung an den Vernichtungskrieg im Osten Europas.

Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes präsentiert das Museum die Sonderausstellung "Von Casablanca nach Karlshorst", die den Fokus auf die NS-Verbrechen in den letzten beiden Kriegsjahren richtet. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung musste wegen der Corona-Pandemie ebenfalls abgesagt werden. Allerdings kann sie in vollem Umfang virtuell besucht werden.

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