Goldene Lola für „Leere Netze“

Deutscher Drehbuchpreis 2021 Goldene Lola für „Leere Netze“

Mit dem Deutschen Drehbuchpreis zeichnet die Staatsministerin für Kultur und Medien jedes Jahr Autorinnen und Autoren herausragender Drehbücher aus. In diesem Jahr ging der Preis an Behrooz Karamizade für sein Skript „Leere Netze“.

Kulturstaatsministerin Grütters und der Gewinner des Deutschen Drehbuchpreises 2021

Kulturstaatsministerin Grütters mit Behrooz Karamizade, dem Gewinner des Deutschen Drehbuchpreises 2021

Foto: Kay Herschelmann / BKM

Zu Beginn der Preisverleihung würdigte Kulturstaatsministerin Grütters die Bedeutung von Drehbuchautorinnen und –autoren: „Hinter jedem künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg eines Spielfilms stehen nicht nur Regie, Produktion oder die Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern zuallererst Autorinnen und Autoren.“ 

Ihre Fantasie und ihr Ideenreichtum bildeten das Fundament filmischen Erzählens. Sie entwickelten die bewegenden Geschichten, aus denen später „großes Kino“ werde, und seien daher entscheidend für die künstlerische Qualität und den Erfolg eines Films, so Grütters in ihrer Rede.

Hauptpreis für „Leere Netze“ von Behrooz Karamizade 

Mit dem Deutschen Drehbuchpreis wurde der deutsch-iranische Filmemacher Behrooz Karamizade für sein Skript „Leere Netze“ ausgezeichnet. Es erzählt die Geschichte eines jungen Iraners, der beginnt als Fischer am Kaspischen Meer zu arbeiten, um das Brautgeld für seine große Liebe aufbringen zu können. 

Karamizades Werk überzeugte die Jury mit seinen teils poetischen, teils sehr realistischen Szenen aus dem Iran der Gegenwart. Das eindringlich und emotional erzählte Drama weite den Blick von einem persönlichen Schicksal hin zu den Auswirkungen globaler Probleme und politischer Konflikte. Es verleihe „den weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen ein menschliches Gesicht“, heißt es in der Begründung der Jury.

Bereits Nominierung ist mit 5.000 Euro Prämie verbunden

Eine unabhängige Fachjury entschied über den Preisträger und die Nominierungen. Ihr gehörten in diesem Jahr Esther Bernstorff, Elke Brand, Elisabeth Burghardt, Florian Eichinger, Roman Klink und Sven Poser an. 

Für die Auszeichnung nominiert waren zudem die Drehbücher „Alaska“ von Max Gleschinski sowie „More than ever“ (Arbeitstitel „Mister“) von Emily Atef und Lars Hubrich. Sie erhielten für ihre Nominierung eine Prämie von 5.000 Euro.

Feierliche Preisverleihung während der Sommer-Berlinale

Die Preisverleihung fand anlässlich des Summer Specials der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele in kleinem Rahmen in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin statt. Neben Kulturstaatsministerin Grütters, den Nominierten und den Jurymitgliedern waren ausschließlich die wichtigsten Repräsentanten der Landesvertretung sowie des Verbands Deutscher Drehbuchautoren (VDD) vor Ort. Der VDD organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der BKM.

Der Deutsche Drehbuchpreis wird seit 1988 verliehen. Er ist die höchstdotierte und renommierteste Auszeichnung für Drehbuchautorinnen und -autoren in Deutschland. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält mit der „Goldenen Lola“ für das beste unverfilmte Drehbuch eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro. Darüber hinaus können Fördermittel in Höhe von bis zu 20.000 Euro für die Weiterentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs beantragt werden.