Goldene Lola für „Ich bin Dein Mensch“

71. Deutscher Filmpreis Goldene Lola für „Ich bin Dein Mensch“

Nach dem Kino-Lockdown wurde endlich wieder die Leinwandkunst gefeiert. Mit dem Deutschen Filmpreis hat Kulturstaatsministerin Grütters jetzt die Spitze der Filmschaffenden ausgezeichnet. Die Goldene Lola ging an „Ich bin Dein Mensch“. „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ erhielt die Auszeichnung in Silber und „Curveball – Wir machen die Wahrheit“ in Bronze.

Die Nominierten in der Kategorie „Bester Spielfilm“ stehen auf der Bühne des 71. Deutschen Filmpreises

Der Höhepunkt des Abends: Die Verleihung der Lolas in der Kategorie „Bester Spielfilm“.

Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann

Rund 1.200 Gäste verfolgten am Freitagabend gespannt, wer mit einer der begehrten Lolas prämiert wurde. Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr alles anders war, konnte der 71. Deutsche Filmpreis wieder als glamouröse Gala im Berliner Palais am Funkturm stattfinden.

Verliehen wurden die Preise von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie. Der Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy führte als Moderator durch die Veranstaltung.

Comeback der Filmbranche

Nie sei es so wichtig gewesen, das Geschenk zu würdigen, das Filmkünstlerinnen und Filmkünstler dem Publikum mit ihrer Leidenschaft für außergewöhnliche Geschichten machten, sagte Grütters zu Beginn der Preisverleihung.

Die Schließungen im Lockdown hatten verheerenden Folgen für Kunst und Kultur und haben auch viele Filmschaffende existenziell bedroht. Mit den Hilfen der Bundesregierung sei es jedoch gelungen, die Film-, Verleih- und Kinobranche zu unterstützen und so gut wie alle Kinos zu retten, so die Staatsministerin für Kultur und Medien.

Grütters freue sich daher umso mehr, dass der Deutsche Filmpreis nach den langen Monaten des Stillstands in diesem Jahr wieder den roten Teppich für die Filmkunst ausrollt. „Die grandiosen, für den Deutschen Filmpreis nominierten Filme jedenfalls stehen für ein strahlendes Comeback der ganzen Branche“, sagte sie.

„Ich Bin Dein Mensch“ ist bester Film

In der wichtigsten Kategorie „Bester Spielfilm in Gold“ wurde „Ich Bin Dein Mensch“ ausgezeichnet. Die Tragikomödie konnte drei weitere Lolas abräumen: Maria Schrader wurde für die beste Regie prämiert und erhielt zusammen mit Jan Schomburg auch die Lola für das beste Drehbuch. Die Lola für die beste weibliche Hauptrolle ging an Maren Eggert. Sie spielt in dem Film eine Wissenschaftlerin, die einen Roboter als Lebenspartner testen soll. 

Der Filmpreis in Silber sowie zwei weitere Auszeichnungen für beste Kamera/Bildgestaltung und bester Schnitt gingen an Dominik Grafs Verfilmung des Romans „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner. Mit der Lola in Bronze wurde Johannes Nabers „Curveball – Wir machen die Wahrheit“ ausgezeichnet. Für seine Leistung in der Politsatire erhielt Thorsten Merten die Lola für die beste männliche Nebenrolle.

Ehrenpreis für Senta Berger

Schon vor der Verleihung standen zwei Auszeichnungen fest. Die Schauspielerin und Filmproduzentin Senta Berger erhielt den Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film. Mit der „Lola für den besucherstärksten Film" wurden der Autor und Regisseur Simon Verhoeven sowie die Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg ausgezeichnet. Ihr Film NIGHTLIFE lockte über 1,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos.

Eine Übersicht aller Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf der Webseite des Deutschen Filmpreises.

Der Deutsche Filmpreis ist die renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film. Mit Preisgeldern von knapp drei Millionen Euro ist er zugleich auch der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Mittel stellt der Bund aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Verfügung. Die Verleihung wird von der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit BKM durchgeführt.