Filmstandort Deutschland trotzt Pandemie

Wirtschaftliche Filmförderung Filmstandort Deutschland trotzt Pandemie

Die Corona-Pandemie hat auch die Filmbranche schwer getroffen. Durch Förderprogramme wie den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF) hat die Bundesregierung die Film- und Serienproduktion im vergangenen Jahr weiter unterstützt - mit positiven Effekten nicht nur für den Filmstandort Deutschland, sondern auch für die Beschäftigten in der Filmbranche.

Mitarbeiter eines Filmteams hält eine Filmklappe.

Die Förderprogramme der Bundesregierung stärken den Filmstandort Deutschland

Foto: picture alliance / dpa | Tobias Hase

Mit der Förderung durch DFFF und GMPF setzt die Bundesregierung Anreize für die Produktion von Kinofilmen und HighEnd-Serien in Deutschland. Dass trotz der Corona-Pandemie eine Vielzahl deutscher und internationaler Produktionen im vergangenen Jahr unterstützt werden konnte, sei besonders erfreulich, erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Unsere Förderinstrumente setzen damit wichtige volkswirtschaftliche Effekte und sichern Kreativen gerade in Krisenzeiten ihr Einkommen“, so Grütters weiter.

Zuschüsse generierten Investitionen in fünffacher Höhe              

Die staatlichen Zuschüsse an die Filmindustrie führten 2020 zu etwa fünfmal höheren Investitionen deutscher und internationaler Produktionsfirmen. Insgesamt erhielten im letzten Jahr 97 Filmprojekte Fördergelder in Höhe von rund 62,6 Millionen Euro. Darunter waren nationale Produktionen wie die Literaturverfilmung „Felix Krull“ von Regisseur Detlev Buck und das deutsche Remake von „Catweazle“ mit Otto Waalkes in der Hauptrolle.

Aber auch internationale Projekte, wie das deutsch-britische Lady-Di-Biopic „Spencer“ von Regisseur Pablo Larraíns oder die deutsch-französische Koproduktion „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ von Andreas Dresen zählen zu den geförderten Projekten der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die höchste Zuwendung erhielt das internationale Großprojekt „Girona“ (AT ) mit rund 21,2 Millionen Euro.

Auch Serien werden gefördert

Mit rund 20,5 Millionen Euro wurden 2020 außerdem insgesamt 12 HighEnd-Serienprojekte durch den GMPF gefördert. Darunter waren beispielsweise die achtteilige Sky-Original-Serie „Souls“ sowie die deutsch-norwegische Polit-Thriller-Serie „Furia“ unter der Regie von Lars Kraume.

Zusätzliche Sicherheit bietet der 50 Millionen-Euro-Ausfallfonds

Einen wichtigen Beitrag zur Absicherung von Filmproduktionen leistet seit September 2020 der Ausfallfonds der BKM. Er federt bei bundesgeförderten Kinofilm- und Serienproduktionen das Risiko von Covid19-bedingten Produktionsunterbrechungen und -abbrüchen und die daraus resultierenden Schäden ab. Dafür stellt die BKM im Rahmen des Corona-Rettungsprogramms NEUSTART KULTUR 50 Millionen Euro zusätzlich bereit.

„Uns ist es ein zentrales Anliegen, gerade auch jetzt für bestmögliche Rahmenbedingungen in der Filmbranche zu sorgen“, betonte die Staatsministerin für Kultur und Medien. „Die positive Resonanz der Branche bestätigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind“, fügte Grütters an.