Filmförderung wird flexibler

Bundestag beschließt Gesetzesnovelle Filmförderung wird flexibler

In Krisenzeiten soll die deutsche Filmförderung deutlich anpassungsfähiger werden – das hat heute der Deutsche Bundestag beschlossen. Die „kleine“ Novelle des Filmförderungsgesetzes enthält außerdem Verpflichtungen zu Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit.

Kameramann mit Equipment

Durch die Übergangsnovelle kann die Filmförderung auch in Krisenzeiten verlässlich fortgesetzt werden.

Foto: Getty Images / Alexandre Morin-Laprise

Der Deutsche Bundestag hat heute das Gesetz zur Änderung des Filmförderungsgesetzes (FFG) verabschiedet. Die Novelle sieht unter anderem Flexibilisierungen bei den Fördervoraussetzungen, den Sperrfristen sowie der Verwendung der Mittel vor.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist die Novelle als „Übergangsgesetz“ mit einer verkürzten Laufzeit von zwei Jahren angelegt. „Mit dieser Übergangsnovelle kann die Filmförderung in Krisenzeiten verlässlich fortgesetzt und die Handlungsfähigkeit der Filmförderungsanstalt in einer für die Filmbranche nie dagewesenen Ausnahmesituation gesichert werden“, sagte Kulturstaatsministerin Grütters dazu. Das Gesetz soll nach der Zustimmung des Bundesrats am 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Verpflichtung zu Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit

Die Änderungen im FFG beinhalten auch Verpflichtungen zum Umwelt- und Klimaschutz. So müssen bei der Produktion von Filmen künftig wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit getroffen und eine Klimabilanz erstellt werden. Außerdem sieht das novellierte Gesetz die weitestgehend geschlechtergerechte Besetzung sämtlicher Gremien der Filmförderungsanstalt vor.

Nächste Novelle erfolgt 2024

Aufgrund finanzverfassungsrechtlicher Vorgaben wird das FFG regelmäßig erneuert, um es  an die aktuellen Marktentwicklungen anzupassen. Das nächste FFG soll 2024 in Kraft treten.

Da der Übergangszeitraum von zwei Jahren kurz sei, werden schon bald die ersten Vorbereitungen für die nächste reguläre FFG-Novelle beginnen, so Grütters. Hier könnten dann auch grundlegendere Änderungen der Förder- und Abgabestruktur angegangen werden.

Das Filmförderungsgesetz (FFG) ist die Rechtsgrundlage für die Filmförderung durch die Filmförderungsanstalt (FFA). Ziel der Filmförderung ist es, die Struktur der deutschen Filmwirtschaft zu sichern und den deutschen Film als Wirtschafts- und Kulturgut zu stärken.