EU 2020

EU-Ratspräsidentschaft 2020 Starke Zeichen für Kultur und Medien

Angesichts der Corona-Pandemie stehen Kultur und Medien in ganz Europa vor großen Herausforderungen. Aus diesem Grund lag einer der Schwerpunkte während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 auf den Auswirkungen der Krise auf die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Motto lautete "Gemeinsam. Europa wieder stark machen." 

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Gemeinsam. Europa wieder stark machen.

In Zeiten der Krise zeigt sich, wie wichtig Kultur und Medien für den europäischen Integrationsprozess sind. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 beschäftigten sich die EU-Ministerinnen und -Minister für Kultur und Medien unter dem Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters daher mit den Herausforderungen, vor denen die Kultur- und Medienbranche in Europa aufgrund der Covid-19-Pandemie steht. Ein weiterer Fokus lag auf der Stärkung von Vielfalt und Teilhabe durch mehr Geschlechtergerechtigkeit und der Sicherung freier und widerstandsfähiger Mediensysteme. 

Förderung des kulturellen Europa

Dem Förderprogramm „Kreatives Europa" werden in Zukunft rund 800 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen. Das Programm zur Unterstützung der Kulturbranche und des audiovisuellen Bereichs erhält in den Jahren 2021 bis 2027 2,24 Milliarden statt bisher 1,46 Milliarden Euro. Damit setzten die EU-Ministerinnen und -Minister ein klares Zeichen der Anerkennung und Solidarität für den Kultur- und Medienbereich.

Freie und pluralistische Mediensysteme

Professioneller Journalismus und ein nachhaltiges, vielfältiges und verlässliches Mediensystem sind in Krisenzeiten unabdingbar. In den „Ratsschlussfolgerungen zur Sicherung eines freien und pluralistischen Mediensystems“ haben die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission daher starke politische Impulse für die europäische Medienpolitik der kommenden Jahre gesetzt.

Mehr Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit leistet einen zentralen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Vielfalt in Europa und hat einen Mehrgewinn an Kreativität zur Folge. Auf Initiative von Kulturstaatsministerin Grütters war das Thema im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zum ersten Mal Gegenstand des EU-Kultur- und Medienministerrates. Das Thema wird während der folgenden portugiesischen Ratspräsidentschaft fortgeführt.

Kulturhauptstadt Europas

2025 wird Chemnitz Kulturhauptstadt Europas. Mit der Bewerbung unter dem Motto „C the unseen“ konnte die sächsische Stadt die europäische Jury überzeugen. Der Bund unterstützt das einjährige Programm mit 25 Millionen Euro.

Vielfältiges Programm in digitalen Räumen

Die politische Arbeit unter dem Vorsitz der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurde durch ein vielfältiges Fach- und Kulturprogramm begleitet. In virtuellen Konferenzen, Online-Diskussionsrunden, Konzerten und Lesungen im Livestream oder auf interaktiven Webplattformen vernetzten sich europäische Institutionen aus dem Kultur- und Medienbereich untereinander und präsentierten sich einer internationalen Öffentlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter eu2020.de.

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