Ein Universum aus Farben und Punkten

Kusama-Retrospektive in Berlin wieder geöffnet Ein Universum aus Farben und Punkten

Seit mehr als 70 Jahren fasziniert die japanische Künstlerin Yayoi Kusama mit ihren Werken, Aktionen und Happenings Kunstbegeisterte in aller Welt. Der Martin-Gropius-Bau widmet ihr eine Retrospektive. Jetzt ist ein Besuch der Ausstellung wieder möglich.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters schaut in eine Spiegel-Installation der Künstlerin Yayoi Kusama

Die farbenfrohen Installationen der Künstlerin Yayoi Kusama begeistern die Menschen weltweit.

Foto: Martin-Gropius-Bau / Luca Girardini

Als „einen eindrucksvollen Streifzug durch sämtliche Schaffensperioden Kusamas in den vergangenen 70 Jahren“ beschreibt Kulturstaatsministerin Grütters die Sonderausstellung mit Werken Yayoi Kusamas im Martin-Gropius-Bau. Die Retrospektive wurde bereits am 23. April eröffnet, musste kurz darauf jedoch aufgrund der zu hohen Inzidenzzahlen in Berlin schließen.

Jetzt ist die Ausstellung wieder für das Publikum zugänglich und – so Grütters - „mit allen Sinnen – nicht nur am Bildschirm zu erleben“. Auf knapp 3000 m² zeichnet die Schau die verschiedenen Schaffensperioden der Künstlerin nach. Präsentiert werden außerdem eine Reihe aktueller Arbeiten der Japanerin, darunter ein eigens für diese Ausstellung konzipierter Infinity Mirror Room.

Ausstellungsbesuch unter Auflagen und mit Zeitfensterticket möglich

Ursprünglich war die Ausstellung bereits für Herbst 2020 geplant. Corona-bedingt musste sie mehrfach verschoben werden. So es die Corona-Bestimmungen weiterhin zulassen, ist jetzt ein Ausstellungsbesuch unter Beachtung strenger Hygienerichtlinien und ausschließlich mit einem Zeitfensterticket wieder möglich. „Yayoi Kusama: Eine Retrospektive“ wird bis zum 15. August 2021 im Martin-Gropius-Bau gezeigt.

Die Wiedereröffnung des Martin-Gropius-Baus unter den aktuell geltenden Infektionsschutzauflagen wurde durch eine Förderung aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht. Ziel des Förderprogramms ist es, die kulturelle Infrastruktur in der Corona-Krise zu erhalten.

Der Martin-Gropius-Bau zeigt als Ausstellungshalle des Bundes in Berlin regelmäßig Sonderausstellungen in den Bereichen Moderne Kunst, Fotografie, Kulturgeschichte und Archäologie. Träger des Gropius-Baus sind die Berliner Festspiele als Teil der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB). Die KBB  wird vollständig aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert und erhält im Jahr 2021 eine institutionelle Förderung in Höhe von rund 47 Millionen Euro.