Ein Universum aus Farben und Punkten

Kusama-Retrospektive in Berlin Ein Universum aus Farben und Punkten

Seit mehr als 70 Jahren fasziniert die japanische Künstlerin Yayoi Kusama mit ihren Werken, Aktionen und Happenings Kunstbegeisterte in aller Welt. Der Martin-Gropius-Bau widmet ihr nun eine Retrospektive. Sie wird als erste Schau aus einem neuen „Blockbuster“-Programm des Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters schaut in eine Spiegel-Installation der Künstlerin Yayoi Kusama

Die farbenfrohen Installationen der Künstlerin Yayoi Kusama begeistern die Menschen weltweit.

Foto: Martin-Gropius-Bau / Luca Girardini

Als „einen eindrucksvollen Streifzug durch sämtliche Schaffensperioden Kusamas in den vergangenen 70 Jahren“ beschreibt Kulturstaatsministerin Grütters die Sonderausstellung mit Werken Yayoi Kusamas. Die Retrospektive wurde jetzt im Martin-Gropius-Bau eröffnet. Sie werde ein begeistertes Publikum finden, sobald die Pandemielage es zulasse, so Grütters. „In den wundervollen Kunst-Räumen und Kunst-Träumen der Kusama-Retrospektive offenbart sich, wie wichtig es für uns Menschen ist, Kunst mit allen Sinnen – und nicht nur am Bildschirm – zu erleben.“

Besuchen Sie die Ausstellung online

Aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen bleibt „Yayoi Kusama: Eine Retrospektive“ temporär geschlossen. Mit dem  Digital Guide können Sie die Ausstellung jedoch online entdecken. Das multimediale Online-Angebot bietet Informationen und Hintergründe zu der japanischen Künstlerin und zu der Ausstellung. Sollten es die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zulassen, wird die Schau regulär bis zum 15. August 2021 im Martin-Gropius-Bau gezeigt.

Die Ausstellung zeichnet auf knapp 3000 m² die verschiedenen Schaffensperioden der Künstlerin nach. Präsentiert werden außerdem eine Reihe aktueller Arbeiten der Japanerin, darunter ein eigens für diese Ausstellung konzipierter Infinity Mirror Room.

Hauptstadtkulturfonds: Neues Programm fördert „Blockbuster-Ausstellungen“

„Ob in Tokio, New York oder anderen Metropolen: Kusamas farbenprächtige Kunstwerke begeistern ein riesiges Publikum“, erklärte Grütters bei der virtuellen Ausstellungseröffnung. Die Retrospektive wird daher als erste Schau über ein neues Programm des Bundes und des Landes Berlin für besonders publikumsstrake Ausstellungen gefördert. „Mit Hilfe der großzügigen Sonderförderung des Hauptstadtkulturfonds ist im Martin-Gropius-Bau eine herausragende Ausstellung entstanden, die beweist, dass in Berlin internationale ‚Blockbuster-Ausstellungen‘ möglich sind“, sagte die Kulturstaatsministerin.

Hoffnung auf den Kultursommer 2021

Zukünftig soll pro Jahr eine große Ausstellung gefördert werden, die Berlin international stärker sichtbar macht und besonders viele Besucherinnen und Besucher anlockt. „Yayoi Kusama: Eine Retrospektive“ sei daher „eine Premiere, die Maßstäbe setzt, und ein Höhepunkt des Kultursommers 2021“, so Grütters. Ziel sei, dass er unter Beachtung notwendiger Vorsichtsmaßnahmen auch stattfinden könne. „Dafür werde ich mich weiterhin politisch stark machen“, erklärte sie.

Ausstellungsbesuch unter Auflagen und mit Zeitfensterticket möglich

Ursprünglich war die Ausstellung bereits für Herbst 2020 geplant. Corona-bedingt musste sie verschoben werden. So es die Corona-Bestimmungen zulassen, ist jetzt ein Ausstellungsbesuch unter Beachtung strenger Hygienerichtlinien und ausschließlich mit einem Zeitfensterticket möglich. „Yayoi Kusama: Eine Retrospektive“ wird bis zum 15. August 2021 im Martin-Gropius-Bau gezeigt.

Die Wiedereröffnung des Martin-Gropius-Baus unter den aktuell geltenden Infektionsschutzauflagen wurde durch eine Förderung aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht. Ziel des Förderprogramms ist es, die kulturelle Infrastruktur in der Corona-Krise zu erhalten.

Der Martin-Gropius-Bau zeigt als Ausstellungshalle des Bundes in Berlin regelmäßig Sonderausstellungen in den Bereichen Moderne Kunst, Fotografie, Kulturgeschichte und Archäologie. Träger des Gropius-Baus sind die Berliner Festspiele als Teil der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB). Die KBB wird vollständig aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert und erhält im Jahr 2021 eine institutionelle Förderung in Höhe von rund 47 Millionen Euro.

Der Hauptstadtkulturfonds wurde vom Bund und dem Land Berlin zusammen ins Leben gerufen, um bedeutsame kulturelle Projekte in der Bundeshauptstadt Berlin zu ermöglichen, die der gesamtstaatlichen Repräsentation dienen. Hierfür stellt die Bundesregierung jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung.