Forum für Begegnungen und Austausch

Deutsch-italienische Übersetzertage in Rom Forum für Begegnungen und Austausch

Unter dem Titel „Wahlverwandtschaften“ haben in Rom die zweiten Deutsch-Italienischen Übersetzertage stattgefunden. Vier Tage lang stand die Kunst des literarischen Übersetzens im Mittelpunkt von Debatten, Workshops und Lesungen. An der Abschlussveranstaltung in der Villa Massimo nahm auch Kulturstaatsministerin Grütters teil.

Übersetzerinnen und Übersetzern sowie Vertrteterinnen und Vertretern der Verlagsbranche in Rom

„Wahlverwandtschaften 2021“: Deutsch-italienische Übersetzertage in Rom

Foto: BKM/Vanessa Wahlig

Nicht nur Übersetzerinnen und Übersetzer, sondern auch Autorinnen und Autoren, Vertreterinnen aus der Verlagsbranche und Mitarbeiter der beteiligten Einrichtungen erörterten in Rom Fragen des literarischen Übersetzens und des deutsch-italienischen Literaturtransfers.

Grütters: Weltliteratur schaffen

Übersetzerinnen und Übersetzer ermöglichten wechselseitiges Verstehen und bereiteten damit den Weg für Verständigung, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf der Abschlussveranstaltung. Sie seien diejenigen, die Leserinnen und Leser zuhause zu Weltreisen einladen und über Grenzen hinweg ‚Weltliteratur‘ schaffen würden.

„Sie sind diejenigen, die jedes Wort auf die Goldwaage legen, um nicht nur die richtige Formulierung zu finden, sondern auch den richtigen Ton zu treffen, um nicht nur den Inhalt verständlich zu machen, sondern auch das, was zwischen den Zeilen steht“, betonte Grütters. Dafür bräuchten und verdienten Übersetzerinnen und Übersetzer eine finanzielle Unterstützung, die ihnen den Freiraum gäbe, ihre Zeit und ihre kreative Schaffenskraft ganz einem literarischen Werk zu widmen, so die Kulturstaatsministerin weiter.

Bund fördert Übersetzerinnen und Übersetzer

Der Bund fördert die Arbeit von Übersetzerinnen und Übersetzern auf verschiedene Weise. Zum Beispiel durch die Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, die aus dem Bundeskulturetat finanziert werden. Zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 8 Millionen Euro, die die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Rettungsprogramms NEUSTART KULTUR zur Verfügung gestellt hat, stehen ebenfalls beim Deutschen Übersetzerfonds für weitere Unterstützungsmaßnahmen bereit. 

Mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis werden abwechselnd Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Italienische ausgezeichnet. Er wird alle zwei Jahre alternierend in Rom und Berlin von der Staatsministerin für Kultur und Medien und dem italienischen Kulturministerium vergeben. Seit 2019 bietet er in den Jahren zwischen den Preisverleihungen mit den Übersetzertagen auch ein Forum für Begegnungen und kollegialen Austausch.

Deutsche Einrichtungen als kulturelle Mittler

Die Übersetzertage fanden in diesem Jahr zum zweiten Mal statt, und zwar an vier Standorten in Rom: in der Casa di Goethe, im Goethe-Institut, in der Villa Sciarra und in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo.

Grütters nutzte die Abschlussveranstaltung in der Villa Massimo, um den Einrichtungen für ihre Arbeit als kulturelle Mittler als Kulturbotschafter Deutschlands in Rom zu danken, die mit ihren Angeboten immer wieder neugierig auf Kunst und Kultur aus Deutschland machten.

Die Deutsche Akademie Villa Massimo Rom ist die größte und bedeutendste Einrichtung zur Spitzenförderung deutscher Künstlerinnen und Künstler durch Studienaufenthalte im Ausland. Jährlich ermöglicht sie bis zu 9 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Sparten Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik (Komposition) sowie 6 Praxisstipendiatinnen und -stipendiaten die Möglichkeit, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Weitere Informationen zu den Auslandsstipendien der BKM

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