Die Nominierten stehen fest

KULTURLICHTER-Preis Die Nominierten stehen fest

Kulturelle Bildung mit digitalen Mitteln noch interaktiver und partizipativer zu gestalten – das möchte der KULTURLICHTER-Preis unterstützen. Er wurde 2020 erstmals von Bund und Ländern ausgelobt. Nun ist die Shortlist veröffentlicht. 

Graphische Seite des neuen Preises für Kulturelle Bildung.

"Kulturlichter" - der Preis für kulturelle Vermittlungsprojekte im digitalen Format.

Foto: BKM/KSL

Mit dem neuen Preis KULTURLICHTER fördern die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder Projekte und Projektideen, die digitale Formate innovativ zur Vermittlung von Kunst und Kultur einsetzen. 

Die Auszeichnung gilt Konzepten und Projekten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, übertragbar und für andere Kultureinrichtungen nutzbar sind. Außerdem sollen sie den Wissenstransfer und die Vernetzung von Kultur- und Bildungseinrichtungen unterstützen.

Kulturstaatsministerin Grütters versteht den Preis als Würdigung – und als Anreiz für die gesamte Kulturlandschaft, kulturelle Bildung noch attraktiver zu gestalten. Wichtig seien neue interaktive Vermittlungsangebote, um "kulturelle Teilhabe und Bildung für jeden Menschen in Deutschland zu ermöglichen – unabhängig von der sozialen Lage, der ethnischen Herkunft oder vom Alter", so Grütters weiter. Die nominierten Projekte zeigten eindrucksvoll, wie das gelingen könne.

Die drei Auszeichnungen

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: Mit dem Preis des Bundes wird ein Projekt ausgezeichnet, das bundesweit adaptiert werden kann. Der Preis der Länder würdigt ein Projekt, das regional oder interregional übertragen werden kann. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert. 

Der Preis des Publikums ist nicht dotiert. Er prämiert ein Projekt mit besonderem Potenzial. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält eine maßgeschneiderte Beratung für die Weiterentwicklung des Projekts. Über die Vergabe des Publikumspreises entscheidet ein Online-Voting. 

Online-Voting
Vom 4. bis zum 11. März 2021 kann auf der Webseite www.kulturlichter-preis.de über den Preisträger oder die Preisträger des Publikumspreises abgestimmt werden. Dort werden die nominierten Projekte in filmischen Kurzporträts vorgestellt.

Die Nominierten

Aus den 129 eingegangenen Bewerbungen hat die Jury neun Projekte für die Shortlist ausgewählt.

Nominiert für den Preis des Bundes sind:

  • die „Lernplattform für Jewish Places“ des Jüdischen Museums Berlin
  • „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH 
  • das Projekt „UPDATE – Spielerisch GameTheater machen“ des tjg. theaters junge generation in Dresden

Nominiert in der Kategorie Preis der Länder sind:

  • die „Werkstatt Quillo“ vom Quillo e.V. aus dem brandenburgischen Falkenhagen
  • das „Fabmobil – eine fahrende Kunst- und Digitalwerkstatt für den ländlichen Raum“ des Constitute e.V. in Dresden 
  • „lost/found/art. Von der historischen Spur zum Erinnerungskunstwerk. Partizipatives Kunstprojekt und Sonderausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen“ von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Für den Preis des Publikums stehen auf der Shortlist: 

  • das Projekt „Digitale Übertitelung und Übersetzung im Theater und im Live Stream“ des freien Theaters „boat people project“ in Göttingen
  • „Wandertag im Weltraum“ des ASA-FF in Chemnitz und 
  • „Resolution UNO“ des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung findet am 11. März 2021 um 19 Uhr statt und kann per Livestream online auf der Webseite kulturlichter-preis.de mitverfolgt werden. 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters verleiht den Preis des Bundes, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler den Preis der Länder. Die Veranstaltung wird moderiert von der Journalistin Nazan Gökdemir.