Staatsministerin für Kultur und Medien

Deutscher Buchhandlungspreis 2019

Die Lesekultur lebt

Bei der fünften Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises hat Kulturstaatsministerin Grütters 118 Buchhandlungen aus ganz Deutschland ausgezeichnet. Die Vielfalt ihrer Angebote könne man auch als "Plädoyer für Gedankenfreiheit und Gesprächsoffenheit, für Streitkultur und Verständigungsbereitschaft lesen", erklärte die Staatsministerin bei der feierlichen Vergabe in Rostock.

Logo des Deutschen Buchhandlungspreises.

Der Deutsche Buchhandlungspreis wurde zum fünften Mal verliehen.

Foto: Deutscher Buchhandlungspreis

Sieger in der Kategorie der "Besten nominierten Buchhandlungen" sind die Buchhandlung Slawski in Buchholz, das Buchstäbchen in Stuttgart und der Taschenbuchladen in Freiberg. Für sie gab es eine Prämie von 25.000 Euro.

Weitere Preise in Höhe von jeweils 15.000 Euro und 7.000 Euro gingen an die Gewinner der Kategorien "Besonders herausragende Buchhandlungen" und "Hervorragende Buchhandlungen".

Keimzellen der Debattenkultur

Mit den Auszeichnungen in den drei Hauptkategorien sind insgesamt rund 850.000 Euro an Preisgeldern verbunden. Der Preis soll sich jedoch in erster Linie in der "wichtigsten Währung des digitalen Zeitalters auszahlen", wie die Kulturstaatsministerin in ihrer Rede betonte: "In öffentlicher Aufmerksamkeit, die vielleicht auch ins Internet abgewanderte Leserinnen und Leser wieder neugierig auf analoge Buch-Begegnungen macht."

Angesichts veränderter Lese- und Konsumgewohnheiten im digitalen Zeitalter erfordere es Mut, Kreativität und hohes persönliches Engagement, um inhabergeführte Buchhandlungen zu erhalten, so Grütters. "Deshalb habe ich den Deutschen Buchhandlungspreis ausgelobt. Denn so wie die Buchhändlerinnen und Buchhändler will auch ich nicht tatenlos zusehen, wie mit den inhabergeführten Buchhandlungen Keimzellen der Debattenkultur aus dem öffentlichen Leben verschwinden."

Fünf Jahre Deutscher Buchhandlungspreis

Unter den diesjährigen Preisträgern waren 62, und damit mehr als Hälfte der Bewerber, die den Preis zum ersten Mal bekamen. Besonders erfreulich: Viele der Gewinner kommen aus dem ländlichen Raum. 41 der 118 Ausgezeichneten haben ihren Sitz in Städten mit weniger als 50.000 Einwohnern. "Das zeigt: Die Lesekultur lebt", unterstrich Staatsministerin Grütters.

2015 hatte sie den von ihr initiierten Preis zum ersten Mal verliehen, um die gesellschaftliche Bedeutung des stationären Buchhandels stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rufen. Seither erhielten bereits 362 Buchhandlungen das Gütesiegel als "Ausgezeichneter Ort der Kultur".

Jury schlägt Preisträger vor

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen Jury vorgeschlagen und von der Staatsministerin für Kultur und Medien ausgewählt. Die Mitglieder der Jury sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller, unabhängige Literaturexperten sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Verlagswesen und der Medien.

Partner des Deutschen Buchhandlungspreises sind die Kurt Wolff Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.