Förderpreis für unabhängige Verlage

Countdown für den Deutschen Verlagspreis

Als "Liebeserklärung" an das Buch und gleichzeitige "Kampfansage" gegen dessen Degradierung will Kulturstaatsministerin Grütters den neuen deutschen Verlagspreis verstanden wissen. Am 18. Oktober wird er zum ersten Mal verliehen. Ab Ende Mai können sich unabhängige Verlage aller Sparten für den Preis bewerben.

Gerade die kleinen und unabhängigen Verlage sind es, die dafür sorgen, dass die deutsche Buchlandschaft als eine der viefältigsten welttweit gilt. "Viele von ihnen wagen sich auf literarisches Neuland und stehen für Buchkunst auf höchstem Niveau", betont Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Kulturelle Bedeutung sichtbar machen

Genauso wie der stationäre Buchhandel stehen die Verlage allerdings wachsenden Herausforderungen durch die angespannte Situation auf dem Buchmarkt gegenüber. Deshalb setzt sich die Kulturstaatsministerin dafür ein, die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung unabhängiger Verlage überall in Deutschland zu stärken und sichtbarer zu machen.

Angelehnt an den Deutschen Buchhandlungspreis hat Kulturstaatsministerin Grütters daher den Deutschen Verlagspreis ins Leben gerufen. Im Oktober 2019 wird er zum ersten Mal verliehen. In Zeiten technischen und wirtschaftlichen Umbruchs soll der Preis eine ermutigende Anerkennung für die Arbeit der Verlage sein, erklärte die Staatsministerin.

Bis zu 60.000 Euro Preisgeld

Für die Auszeichnungen können sich Verlage aller Sparten bewerben, die sich durch ein außergewöhnliches Programm, besonderes kulturelles Engagement, innovative Projekte oder die herausragende Qualität ihrer verlegerischen Arbeit auszeichnen.

Eine unabhängige Fachjury wird aus den eingegangenen Bewerbungen kleiner und unabhängiger Buchverlage mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von unter drei Millionen Euro bis zu 60 Verlage auswählen, die aus ihrer Sicht den Kriterien am besten entsprechen. Sie erhalten ein Preisgeld von 15.000 Euro.

Zusätzlich werden drei Spitzenpreise vergeben, dotiert mit jeweils 60.000 Euro. Größere Verlage können sich darüber hinaus für einen undotierten Preis bewerben.

Bewerbungsstart ist voraussichtlich Ende Mai. Das Bewerbungsportal steht ab dann unter www.deutscher-verlagspreis.de bereit.