Staatsministerin für Kultur und Medien

Theaterpreis des Bundes verliehen

Bühnenkunst auf höchstem Niveau

Bereits zum dritten Mal hat Kulturstaatsministerin Grütters hat den Theaterpreis des Bundes verliehen. Bei der Festveranstaltung im Konzertsaal des Theaters Gera wurden elf Bühnen für ihr herausragendes Programm ausgezeichnet. In ihrer Rede hob Grütters die einzigartige Theaterlandschaft Deutschlands hervor, in der "man nicht erst in die nächste Großstadt fahren muss, um Theaterkunst auf höchstem Niveau zu erleben."

Theateraufführung bei der Verleihung des Theaterpreises des Bundes.

Das Theater Gera zeigte als Gastgeber Szenen aus"Cabaret".

Foto: BKM/Tom Wenig

119 Theater aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich für den Theaterpreis des Bundes 2019 beworben. Elf von ihnen hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters nun im thüringischen Gera ausgezeichnet.

Preis würdigt Kulturarbeit vor Ort

Den Theaterpreis des Bundes hatte die Staatsministerin 2015 initiiert, um das Schaffen insbesondere der vielen kleinen und mittleren Bühnen außerhalb der Metropolen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Die Auszeichnung erhalten Schauspielhäuser, die aufgrund ihres künstlerischen Gesamtprogramms, durch außergewöhnliche Produktionen oder durch strukturelle Zukunftsentscheidungen bundesweite Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren.

Die Preisträger 2019 sind:

Theater Thikwa, Berlin,
Piccolo Theater Cottbus
Theater Erlangen
Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg
Boat People Project, Göttingen
Oper Halle
HELIOS Theater, Hamm
Puppentheater Magdeburg
Landestheater Schwaben, Memmingen
Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim
Theater Rampe, Stuttgart

Hier entlang zu den Jurybegründungen

Einzigartige Theaterlandschaft

In ihrer Rede würdigte die Kulturstaatsministerin das vielfältige Theaterschaffen in Deutschland: "Wir blicken auf eine unglaublich lebhafte Theaterlandschaft, die in ihrem regionalen Angebot und in ihrem gesellschaftlichen Engagement weltweit ihresgleichen sucht." Den Künstlerinnen und Künstlern hinter diesen unverzichtbaren Kulturorten wolle der Bund mit dem Theaterpreis den Rücken stärken, erklärte Grütters.

Mit 143 Staatstheatern, Landesbühnen und Stadttheatern, über 200 Privatbühnen und rund 2.000 freien Gruppen ist die Theaterlandschaft in Deutschland so dicht und vielfältig wie in keinem anderen Land. Deshalb wurde die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft 2014 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Monika Grütters gratuliert der Preisträgerin.

Glückwünsche für die Preisträgerinnen und Preisträger.

Foto: BKM/Tom Wenig

Verhandlungsorte gesellschaftlicher Widersprüche

Der Preis ist mit einer Prämie von jeweils 75.000 Euro verbunden. Diese ist für die weitere künstlerische Programmarbeit oder für die Verbesserung der künstlerischen Produktionsbedingungen an dem ausgezeichneten Theater vorgesehen. "Auf dass sie auch weiterhin mit Mut zum Experiment irritieren, provozieren, ihren künstlerischen Anspruch auch gegen Demokratieverächter verteidigen und dabei Zweifel wie Widerspruch kultivieren! Denn genau damit beleben sie landauf, landab den demokratischen Diskurs", so Grütters.

Theater sind kein dekorativer Luxus, den man sich nur in Zeiten gut gefüllter Kassen leistet, ist die Kulturstaatsministerin überzeugt. "Als Verhandlungsorte gesellschaftlicher Widersprüche sind sie heute wichtiger denn je, weil sie Menschen miteinander ins Gespräch bringen - auch über die tiefen Gräben hinweg, die sich in unserer heutigen pluralistischen, fragmentierten Gesellschaft zwischen einander oft unversöhnlich gegenüberstehenden Gruppen auftun."

Die Preisverleihung fand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) statt. Begleitet wurde sie von der Theater-Tagung "Dialog mit der Stadtgesellschaft", die Preisträger der vergangenen Jahre mit Vertretern der Theaterverbände zusammenbringt.

Schlagwörter