Jugend erinnert

Förderprogramm „Jugend erinnert“

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ist für die Bundesregierung eine immerwährende Verpflichtung. Mit dem Programm „Jugend erinnert“ unterstützt sie NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren bei der Entwicklung neuer Formate in der Bildungsarbeit.

Zwei junge Besucher betrachten eine Schautafel in der Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordetenen Juden Europas.

Ziel ist es, mit zeitgemäßer Vermittlungsarbeit mehr junge Menschen als bisher zu erreichen.

Foto: Stiftung Denkmal, Marko Priske

Die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus hat auch mehr als 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht an Bedeutung verloren. Im Gegenteil: Zunehmende gesellschaftliche Spannungen und aktuell kontrovers geführte Debatten über den Umgang Deutschlands mit seiner Vergangenheit machen deutlich, wie wichtig die Vermittlung von historischem Wissen ist – insbesondere für die nachwachsenden Generationen. Nur so können junge Menschen die Relevanz von Geschichte für die Gegenwart begreifen und einen Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen.

Gezielte Förderung von NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren

Hier setzt das Förderprogramm „Jugend erinnert“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien an. Es richtet sich gezielt an NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren in Deutschland. Als maßgebliche Akteure der außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit sollen sie qualifizierte, nachhaltig wirkende Bildungsformate für junge Menschen entwickeln und ausbauen. Dabei können auch innovative Ansätze und Methoden erprobt werden.

Bildungsformate, die nachhaltig wirken

Ziel der Förderungen ist es, die Gesellschaft in ihrer Vielfalt – bezogen auf Geschlecht, Herkunft, Religion und soziale Verankerung – mit Programmen zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu erreichen. Durch ihre Verknüpfung mit anderen Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit können die modellhaften und impulsgebenden Formate der Gedenkstätten und Dokumentationszentren besonders nachhaltig wirken. Dadurch sollen auch weitere Multiplikatoren im Bereich Bildung, Erziehung und Sozialarbeit weitergebildet und qualifiziert werden.

Gegenstände einer Förderung sind

  • die Entwicklung und Durchführung qualifizierter Formate historisch-politischer Bildung für junge Menschen durch Gedenkstätten und Dokumentationszentren im Rahmen langfristig angelegter Kooperationen mit Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit.
  • die Konzipierung und Durchführung mehrtägiger Workshops für Studierende, deren Studium auf eine Tätigkeit im Lehramt oder in den Bereichen Erziehung oder soziale Arbeit ausgerichtet ist.