Deutsche Dienststelle

Deutsche Dienststelle (WASt)

Die "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht" bewahrt vor allem Unterlagen der Wehrmacht aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges auf.

Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht.

Deutsche Dienststelle

Foto: WASt

Die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin ist aus der "Wehrmachtsauskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene (WASt)" entsprechend dem Genfer Abkommen von 1929 und dem Amt für die Erfassung der Kriegsopfer 1914-1918 hervorgegangen.

Die von ihr aufbewahrten Dokumente tragen bis heute dazu bei, das Schicksal vieler Einzelpersonen zu klären, die als Wehrmachtssoldaten in Gefangenschaft gerieten, im Krieg gefallen sind oder als vermisst gemeldet wurden. Darüber hinaus sind die Dokumente für die Geschichtsforschung von erheblichem Interesse.

Die WASt nimmt Bundesaufgaben wahr, wird aber aus zeitgeschichtlichen Gründen als Berliner Behörde geführt: Am 09.01.1951 schloss der Bund mit dem Land Berlin eine Verwaltungsvereinbarung, in der sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtete, Berlin sämtliche Aufwendungen der Deutschen Dienststelle (WASt) zu erstatten.

Der Gesamthaushalt der WASt beläuft sich auf rund 15,5 Millionen Euro. Er wird zu 100 Prozent vom Bund über jährliche Zuweisungen an die zuständige Berliner Senatsverwaltung finanziert. Seit 2012 liegt die Finanzierungszuständigkeit bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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