Deutsche Dienststelle

Deutsche Dienststelle (WASt)

Die "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht" bewahrt vor allem Unterlagen der Wehrmacht aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges auf. Mit ihrer Nachkriegsverwaltung ist die Deutsche Dienststelle über die Jahrzehnte zu einer wichtigen Stütze der Erinnerungskultur Deutschlands geworden.

Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht.

Deutsche Dienststelle

Foto: WASt

Die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin ist aus der 1939 gegründeten "Wehrmachtsauskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene" (WASt) entsprechend dem Genfer Abkommen von 1929 und dem Amt für die Erfassung der Kriegsopfer 1914-1918 hervorgegangen.

Schicksale klären und sichtbar machen

Gemäß der Genfer Konvention wurden in der Wehrmachtsauskunftstelle Kriegsgefangene sowie vermisste und verstorbene deutsche Soldaten registriert. Mit Hilfe der gesammelten Daten und der von ihr aufbewahrten Dokumente trägt die Dienststelle bis heute dazu bei, das Schicksal von Einzelpersonen zu klären, die als Wehrmachtssoldaten in Gefangenschaft gerieten, im Krieg gefallen sind oder als vermisst gemeldet wurden. Die Dokumente sind auch für die Geschichtsforschung von erheblichem Interesse.

Übernahme ins Bundesarchiv

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges war die Deutsche Dienststelle eine Berliner Behörde mit Bundesaufgaben. Anfang 2019 wurde sie als neue Abteilung in das Bundesarchiv eingegliedert. Damit wird der umfassende Bestand an Unterlagen zu Soldatenschicksalen gesichert und für Wissenschaft und Forschung leichter zugänglich.

Die Deutsche Dienststelle wird seit 2012 aus dem Etat der Kulturstaatsministerin mit rund 15 Millionen Euro jährlich gefördert.