Geförderte Einrichtungen

Bund und Länder haben sich im Bundesvertriebenengesetz dazu verpflichtet, das kulturelle Erbe der Deutschen im östlichen Europa auf Dauer zu erforschen, zu vermitteln und zu bewahren. Seitens des Bundes nimmt die Kulturstaatsministerin diesen Auftrag wahr.



Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) berät und unterstützt die Bundesregierung in allen Angelegenheiten, die sich aus dem Kulturparagraphen des Bundesvertriebenengesetzes (§ 96 BVFG) ergeben. Dazu betreibt es eigene Forschungen und Dokumentationen und koordiniert wissenschaftliche Vorhaben im Auftrag der Bundesregierung. Als Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung des Bundes gehört es zum Geschäftsbereich der Kulturstaatsministerin.

Geförderte Museen

Vom Bund dauerhaft gefördert werden folgende Museen, die sich gezielt der Sammlung, Erhaltung sowie der Erforschung und Präsentation des Kulturgutes einer Region widmen oder im Fall des Kunstforums überregional tätig sind:

Geförderte wissenschaftliche Institute und kulturelle Einrichtungen

Zudem unterstützt der Bund wissenschaftliche Institute und kulturelle Einrichtungen, die sich der Erforschung kultureller Traditionen in den ehemals deutschen Kulturlandschaften widmen und sie im Bewusstsein der Öffentlichkeit im In- und Ausland erhalten:

Personelle Verstärkung in Lehre, Bildung und Vermittlung

Darüber hinaus fördert der Bund neun Stellen für Kulturreferentinnen und Kulturreferenten, die organisatorisch bei einigen der vom Bund geförderten Museen und beim Adalbert Stifter Verein angegliedert sind. Jeweils mit einem eigenen Förderetat ausgestattet, wirken die Kulturreferentinnen und -referenten im Bereich der kulturellen Bildung und Vermittlung. Sie verfügen jeweils über einen eigenen Förderetat.

Für eine verstärkte Forschungsarbeit fördert der Bund zudem vier Juniorprofessuren an der Universität Osnabrück, der Technischen Universität Berlin und der Technischen Universität Dresden.

Ausgewählte Stipendien

Die Kulturstaatsministerin vergibt auch verschiedene Stipendien: Seit 1986 fördert sie zum Beispiel mit dem Immanuel-Kant-Stipendium auch den qualifizierten Nachwuchs. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa und den damit verbundene Themen promovieren, können sich beim Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa für ein zweijähriges Stipendium bewerben. Nähere Informationen wie auch die Förderrichtlinien finden Sie hier.

Das Stadtschreiber-Stipendium des Kulturforums östliches Europa soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben und heute noch leben, einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Als Wanderstipendium konzipiert, wird es an herausragenden Orten des östlichen Europa angesiedelt und soll dort für gegenseitiges Verständnis werben und den interkulturellen Dialog fördern.

2018 wird das Stadtschreiber-Stipendium erstmals in eine Stadt außerhalb der Europäischen Union vergeben – nach Lemberg/Lviv. In der lebhaften Kultur- und Wirtschaftsmetropole in der Westukraine finden sich vor allem in seinem historischen Zentrum, das zum UNESCO-Welterbe zählt, deutliche Spuren einer wechselvollen Geschichte, welche für Ukrainer, Polen und Deutsche sowie für die im 20. Jahrhundert fast völlig vernichtete jüdische Bevölkerung Bedeutung hatten und immer noch haben. Stadtschreiberin ist in diesem Jahr die Schriftstellerin Barbara Thériault.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 06.02.2018.