Anerkennungsprämien für den Buchhandel

NEUSTART KULTUR Anerkennungsprämien für den Buchhandel

Ein Großteil der Buchhandlungen in Deutschland musste während der Lockdowns schließen – für viele von ihnen eine existenzbedrohende Situation. Um ihre Kundinnen und Kunden weiterhin mit Büchern zu versorgen, haben zahlreiche Buchhändlerinnen und Buchhändler kreative Strategien entwickelt. Dieses Engagement würdigt Kulturstaatsministerin Grütters nun mit Anerkennungsprämien für bis zu 1.030 Buchhandlungen. 

Buchhändlerin bereitet unter strengen Hygienemaßnahmen einen Büchertisch in ihrer Buchhandlung vor

Mit mehr als 1.000 Anerkennungsprämien würdigt der Bund das besondere Engagement von Buchhandlungen in der Pandemie.

Foto: picture alliance / dpa | Arne Dedert

Ob durch kontaktlose Abholstationen, Fahrradkuriere oder digitale Buchpräsentationen – viele Buchhändlerinnen und Buchhändler haben auch unter schwierigen Pandemiebedingungen Wege gefunden, den Zugang zu Büchern und Lesestoff vor Ort aufrechtzuerhalten. Zuweilen ist es ihnen sogar gelungen, eine neue Leselust zu wecken. „Damit haben sie gerade angesichts der Schließungen während der Pandemie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Lebens geleistet“, betont Kulturstaatsministerin Grütters.

Um Buchhandlungen zu stärken, die sich während der Pandemie in besonderer Weise um das Kulturgut Buch verdient gemacht haben, lobt die Staatsministerin jetzt einmalig bis zu 1.030 Anerkennungsprämien aus. Diese sollen Ausgaben ermöglichen, die für den weiteren Geschäftsbetrieb notwendig sind oder der Buchbranche zugutekommen. Zugleich sollen sie dabei helfen, die Buchhandlungen als lebendige Kulturorte zu erhalten. Zehn Millionen Euro stehen dafür im Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR zur Verfügung.

Zehn Millionen Euro für Investitionen in den Geschäftsbetrieb 

Die Prämien werden in drei Kategorien vergeben:

  • Bis zu 900 Anerkennungsprämien in Höhe von je 8.000 Euro stehen für besondere Leistungen bereit.
  • Bis zu 100 Prämien in Höhe von je 15.000 Euro sind für herausragende Leistungen vorgesehen.
  • Bis zu 30 Prämien in Höhe von je 25.000 Euro werden für Spitzenleistungen verliehen.

Zur Einstufung der individuellen Leistungen der Buchhandlungen wird ein referenzbasiertes Punktesystem verwendet. Dabei wird der Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2019 und dem 30. Juni 2021 in den Blick genommen. Im Fokus der Bewertung stehen die Beiträge der Buchhandlungen zum kulturellen Leben und zur literarischen Vielfalt auch während der Corona-Pandemie. Die Prämien werden in den einzelnen Kategorien je nach erreichter Punktezahl vergeben. 

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Buchhandlungen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland, deren Jahresumsatz weniger als zehn Millionen Euro beträgt. Die Abwicklung übernimmt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Dort können Buchhändlerinnen und Buchhändler vom 15. September 2021 bis zum 15. Januar 2022 einen Antrag stellen. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2022. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Zur Themenseite „Corona-Hilfen“