Anerkennung für neue künstlerische Wege

Theaterpreis des Bundes 2021 Anerkennung für neue künstlerische Wege

Kulturstaatsministerin Grütters hat elf kleine und mittlere Bühnen mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. In diesem Jahr würdigte die Staatsministerin insbesondere die Spielfreude und den Ideenreichtum der Theater unter Pandemiebedingungen.

Schauspielerinnen und Schauspieler stehen während einer Theaterinszenierung auf einer Steinmauer

Überzeugte durch kreative Outdoor-Formate – das Theater an der Glocksee Hannover.

Foto: Theater an der Glocksee Hannover / Leona Ohsiek

Open-Air-Auftritte in der Stadt und auf dem Land, Schaufenster-Performances und Lesungen via Livestream, Telefon oder Messenger – mit ungewöhnlichen und kreativen Angeboten konnten viele Theater in der Zeit des Lockdowns den Kontakt zu ihrem Publikum halten. „Dieser Mut zum Experiment ist nicht nur ein Kunststück, sondern schon jetzt auch ein starkes Stück Theatergeschichte“, sagte Kulturstaatsministerin Grütters bei der Verleihung des Theaterpreises des Bundes.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur Medien zeichnete bereits zum vierten Mal kleine und mittlere Bühnen aus, die mit ihren Produktionen, Gastspielen und partizipativen Projekten abseits der großen Metropolen herausragende kulturelle Angebote bieten. Die hybride Preisverleihung fand in der Berliner Akademie der Künste statt und konnte via Livestream im Netz verfolgt werden.

Die Preisträger des Theaterpreises des Bundes 2021

  • Jahrmarkttheater Bostelwiebeck (Altenmedingen)
  • LOT-Theater, Braunschweig
  • WUK Theater Quartier, Halle
  • Theater an der Glocksee, Hannover
  • Theaterhaus G7, Mannheim
  • Schlosstheater Moers
  • Theater an der Ruhr, Mülheim a. d. Ruhr
  • HochX Theater und Live Art, München
  • Das Papiertheater, Murnau
  • Salzlandtheater Staßfurt
  • Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester

Digitales und ästhetisches Neuland

Die mit je 75.000 Euro dotierten Preise gingen an elf Theater aus ganz Deutschland. Eine Fachjury hatte die Preisträger aus insgesamt 76 Bewerbungen ausgewählt. Für die Jury-Mitglieder war ein wichtiges Bewertungskriterium in diesem Jahr, wie es den Theatern während der Corona-Pandemie gelungen ist, mit ihren Programmen und Projekten sichtbar zu bleiben.

Kulturstaatsministerin Grütters unterstrich in ihrer Rede deshalb vor allem auch die Fantasie, die Spielfreude und den Ideenreichtum, mit denen die Theater auf den gesellschaftlichen Ausnahmezustand reagiert haben. Viele Theater hätten damit digitales wie auch ästhetisches Neuland erobert und sich zusätzliche Möglichkeiten der Kommunikation erschlossen, so die Staatsministerin.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien verleiht den Theaterpreis des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Begleitet wurde die Veranstaltung von dem digitalen Symposium #dialograumtheater, das Vertreterinnen und Vertreter der Theater mit Impulsgebern aus Kultur und Gesellschaft zusammengebracht hat.