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Gemeinsame Pressemitteilung BMI/BKM

Ressortübergreifende Zusammenarbeit in Quartieren des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ wird gestärkt

Erweiterung des Modellvorhabens „UTOPOLIS“ um vier Projekte

  • Pressemitteilung 290
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Die Staatsministerin für Kultur und Medien und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und bauen die Förderung von Kulturprojekten unter dem Dach der Strategie „Soziale Stadt - Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ weiter aus: Vier neue Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden werden ab September 2019 in diesem Rahmen gefördert.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Mit den generationenübergreifenden und interkulturellen Angeboten des Projekts ‚UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier‘ stärken wir die gesellschaftliche Teilhabe gerade der Menschen, die bislang nur wenig oder gar keinen Zugang zu Kultur hatten. Aktive kulturelle Teilhabe ist das Lebenselixier einer pluralistischen Demokratie. Sie öffnet Türen für die Verständigung, schafft Raum für Begegnung und stärkt die Nachbarschaft, gerade dort, wo Herausforderungen besser gemeinsam als allein zu bewältigen sind. Mit Projekten wie UTOPOLIS leisten wir einen Beitrag für den Zusammenhalt und für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland.“

Parlamentarischer Staatssekretär Marco Wanderwitz: „Wir wollen die Quartiere für unsere Bürgerinnen und Bürger so lebenswert wie möglich gestalten. Dazu gehören auch Kunst und Kultur: Sie prägen unsere Identität und sie sind ein wesentlicher Teil dessen, was wir Heimat nennen. Deswegen nehmen wir vier weitere Modellprojekte in die Förderung auf. Im Rahmen des Programms spielt auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle – sie können ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen und ihr Quartier so mitgestalten. Davon profitieren am Ende die Bewohner selbst und auch ihre Kommunen. Ich bin deshalb außerordentlich froh, dass wir die Förderung deutlich ausweiten konnten.“
Für die Förderrunde 2019 hat ein Fachbeirat im August 2019 auf Einladung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. die weiteren Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden ausgewählt und dem BMI und der BKM zur Förderung vorgeschlagen. Beide Ressorts haben der Auswahl zugestimmt. Die neu ausgewählten vier Standorte werden von September 2019 bis Dezember 2023 finanziert. Das Modellvorhaben „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ als Teil des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ unterstützt Bürgerinnen und Bürger, ihr Quartier kulturell lebendig zu gestalten, aktiv an den Projekten mitzuarbeiten und ihre Ideen und Wünsche einzubringen.

Für die Förderrunde 2019 hat ein Fachbeirat vier weitere Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden ausgewählt. BMI sowie BKM haben dem zugestimmt. Die neuen Standorte werden für fünf Jahre gefördert. Im Rahmen von „UTOPOLIS“ finanziert die Bundesregierung mit annähernd 8,3 Millionen Euro nun bundesweit 16 Modellprojekte.

Im Rahmen der soziokulturellen Projekte wird es in den Quartieren zahlreiche Aktivitäten geben wie Straßentheater, Ausstellungen, partizipative Kunstprojekte und Filmvorstellungen. So können alle lokalen Akteure ihr Potenzial zur Mitgestaltung der Stadt- und Ortsteilentwicklung wirksam entfalten. Zugleich können auf diese Weise nachhaltige Strukturen für ein lebendiges kulturelles und soziales Miteinander in strukturschwachen Quartieren geschaffen werden. Ziel der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt ist es, bauliche Investitionen der Städtebauförderung in einem fachübergreifenden Schulterschluss mit Maßnahmen und Programmen anderer Ressorts zu verbinden. Insbesondere in Quartieren mit besonderen Integrationsanforderungen hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung bisher wenige oder keine Berührungspunkte zu den Angeboten der Kunst- und Kultureinrichtungen.

Ein wesentliches Ziel der Modellvorhaben besteht deshalb darin, auch solche Menschen zu erreichen, deren Partizipation an Kunst und Kultur bislang gering ist. Jeder soll die Chance bekommen, sich Kultur und kulturelle Angebote zu erschließen - unabhängig von individuellen Fähigkeiten, von sozialer Herkunft, Bildung, Geschlecht oder Alter. Das Projekt ist Teil der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt - Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“, mit der bis zum Jahr 2020 jährlich 10 Mio. Euro zur Verfügung stehen.