Kulturstaatsministerin verleiht Deutschen Kurzfilmpreis 2020 in Berlin – Grütters: „Mit kreativer Wucht zu neuen Horizonten“

Bei der diesjährigen Verleihung der Deutschen Kurzfilmpreise im Kino International in Berlin erklärte Kulturstaatsministerin
Monika Grütters: „Mit der festlichen Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises 2020 setzen wir trotz Pandemie ein Zeichen für die Zukunft des Deutschen Films. Gerade in Zeiten der Reise- und Kontaktbeschränkungen öffnet uns der Film neue Horizonte. Dafür stehen insbesondere die Gewinnerfilme des heutigen Abends mit ihrer kreativen Wucht, ihrer bemerkenswerten Aktualität und ihrer gesellschaftlichen Relevanz. All das zeichnet hochwertige Kurzfilme aus, und die wollen wir mithilfe der Filmförderung des Bundes auch auf die Leinwand bringen. Umso mehr danke ich allen, die trotz der widrigen Umstände weiter für eine lebendige und sichtbare Kino- und Filmkultur kämpfen.“

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist der bedeutendste und höchstdotierte Preis für die kurze filmische Form in Deutschland. Prämiert werden herausragende Leistungen bei der Produktion von Kurzfilmen in Deutschland.

Bei der heutigen Preisverleihung wurden Prämien von insgesamt 275.000 Euro vergeben. Die Veranstaltung fand aufgrund der Corona-Pandemie als hybrides Format mit Live-Stream statt. Ausgerichtet wurde sie in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Durch den Abend führte Moderator Tim Oliver Schultz.

Die Auszeichnung für den besten Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten Laufzeit ging an Borbála Nagy für den Film „Land of Glory“.

Die goldene Lola in der Kategorie Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit gewann Jannis Alexander Kiefer für den Film „Meeting“.

In der Kategorie Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit wurden Roxana Reiss und Marian Freistühler für „Alturas“ ausgezeichnet.

Für den besten Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit erhielt Katharina Huber den Deutschen Kurzfilmpreis für ihren Film „Der natürliche Tod der Maus“.

In der Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit konnte Vika Kirchenbauer mit ihrem Film „Untitled Sequence of Gaps“ die goldene Lola gewinnen.

Den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises erhielt Ann Carolin Renninger für den Film „Maman Maman Maman“.

Von den 254 wettbewerbsfähigen Vorschlägen waren insgesamt
12 Filme nominiert.

In der Kategorie Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten Laufzeit waren „Berzah“ von Claus Reichel, Mehmet Akif Büyükatalay und Bastian Klügel, „Favoriten“ von Michaela Finis sowie „Masel Tov Cocktail” von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch neben dem ausgezeichneten Film nominiert.
Weitere Nominierungen neben den Preisträgerfilmen erhielten „Just a Guy“ von Stefan Michel (Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit), „From My Desert“ von Veneta Androva (Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit) sowie „A Demonstration“ von Daan Milius, Hans van Hezik und Guillaume Cailleau (Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit).

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Kurzfilmpreise erhalten je eine Prämie von 30.000 Euro. Eine Nominierung ist mit 15.000 Euro Prämie verbunden, die auf die Auszeichnungsprämie angerechnet wird. Die Prämie für den Sonderpreis beträgt 20.000 Euro. Die Prämien sind zweckgebunden zu verwenden für die Herstellung, Projektentwicklung oder -vorbereitung eines neuen Films mit künstlerischer Qualität.

Die Gewinnerfilme in den Kategorien Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit, Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten Laufzeit, Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit und Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit sind zudem automatisch für das Auswahlverfahren zu den Oscars nominiert. Darüber hinaus erhalten alle Gewinner- und Nominiertenfilme Punkte für das Referenzfördersystem der Filmförderungsanstalt.

Auf der „KURZ.FILM.TOUR - Der Deutsche Kurzfilmpreis. Im Kino.“ werden alle nominierten und ausgezeichneten Filme im kommenden Jahr deutschlandweit in kommunalen Kinos präsentiert ( www.kurzfilmtournee.de).

Informationen zum Deutschen Kurzfilmpreis 2020 finden Sie unter www.deutscher-kurzfilmpreis.de.

Die Begründungen der Jurys zu den Auszeichnungen und Nominierungen sind als Anlage beigefügt.