Kulturstaatsministerin plant Sicherheitskonferenz für Museen – Grütters: „Schutz muss uns alle Anstrengung wert sein“

Nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden will Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Thema „Sicherheit in Museen“ durch eine Fachtagung mit dem Deutschen Museumsbund stärker in den Blick nehmen.

  • Pressemitteilung 393
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Dazu erklärte Monika Grütters: „Das Thema Sicherheit steht auf der Agenda der Museen ohnehin ganz oben. Die Kunstschätze, die Kulturhäuser und vor allem die dortigen Mitarbeiter verdienen jeden erdenklichen Schutz. In unseren Museen lagern Kunstschätze, die die kulturelle Identität unseres Landes ausmachen und deren Wert in die Milliarden geht. Angesichts der beispiellos rohen Gewalt im Fall Dresden wird aber umso deutlicher, mit welch extremen sicherheitstechnischen Herausforderungen wir es bereits jetzt zu tun haben – und womit wir es in Zukunft wohl leider noch zu tun bekommen werden. Deshalb müssen wir uns im Rahmen der Sicherheitskonferenz mit der Frage auseinandersetzen, wie Museen ihre Objekte künftig gegen ein derart brutales Vorgehen schützen können und gleichzeitig in gewohnter Weise für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Ein Museum ist kein Tresor, es wird daher immer ein Restrisiko geben. Aber wir müssen alles daran setzen, dieses Risiko so weit wie möglich zu minimieren.“

Zur Vorbereitung der Sicherheitskonferenz steht die Kulturstaatsministerin im engen Kontakt mit dem Deutschen Museumsbund und hat nach den Ereignissen in Dresden bereits die vollständige Finanzierung dieser Konferenz zugesagt.

Der Deutsche Museumsbund hatte auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung die Gründung eines Arbeitskreises „Gebäudemanagement & Sicherheit“ beschlossen, dem sich bislang 70 Museen angeschlossen haben. Ziel ist es, Museen und Ausstellungshäuser aus ganz Deutschland miteinander in den Austausch zu bringen, um zeitnah die drängendsten Handlungsfelder beim Thema Sicherheit auszuloten und Lösungsvorschläge im Hinblick auf neue Sicherheitsstandards oder auf den Einsatz modernster Sicherheitstechnik zu entwickeln.