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Zum ersten Mal in seiner Geschichte steht eine Frau an der Spitze des Deutschen Kulturrats: Die promovierte Musikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, Prof. Dr. Susanne Keuchel, wurde zur Präsidentin des Deutschen Kulturrats gewählt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht darin einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung von Frauen in Kultur und Medien: „Als Spitzenorganisation der Bundeskulturverbände sendet der Deutsche Kulturrat mit dieser Wahl ein gutes Signal an Kultureinrichtungen in ganz Deutschland. Auf weibliche Vorbilder wie Susanne Keuchel kommt es an, wenn wir sicherstellen wollen, dass künftig noch mehr Frauen an den Schaltstellen der Kultur und Medien sitzen“, sagte Grütters beim Empfang des Deutschen Kulturrats im Museum für Kommunikation Berlin. „Das ist ein Zeichen im Sinne unseres gemeinsamen Engagements für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien - ein Thema, das auf der Agenda des Kulturrats seit Jahrzehnten ganz oben steht.“ Die BKM fördert das Projektbüro ‚Frauen in Kultur und Medien‘ beim Deutschen Kulturrat.

Dem scheidenden Präsidenten Professor Höppner dankte die Kulturstaatsministerin dafür, dass er den Deutschen Kulturrat jahrelang „sicher durch die zunehmend rauen Gewässer der Kulturpolitik manövriert hat.“ Er habe mit Verve die kulturelle Vielfalt verteidigt und richtungsweisende Debatten zu zentralen kultur- und gesellschaftspolitischen Themen befördert. „Dabei hat er deutlich Position für die Kultur, für Künstler und Kreative bezogen: etwa in den Verhandlungen zu internationalen Freihandelsabkommen wie TTIP oder der EU-Urheberrechtsreform.“

Der Sprecherrat des Deutschen Kulturrats hatte am Vormittag turnusgemäß den neuen Vorstand des Deutschen Kulturrates gewählt. Als Vizepräsidenten wurden Boris Kochan und Prof. Dr. Ulrike Liedtke gewählt. Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats ist Olaf Zimmermann.

Weitere Informationen unter www.kulturrat.de