Bund fördert neue Kinderfilmprojekte mit rund 1,6 Millionen Euro

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Vergabe von sieben Produktionsförderungen in Höhe von 1.585.000 Euro für Kinderfilme beschlossen, unter anderem für einen programmfüllenden Animationsfilm sowie für zwei Dokumentarfilme. Über die eingereichten Vorhaben wurde in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium junger deutscher Film beraten. Das Kuratorium stellt 118.000 Euro für die Treatment-, Drehbuch- und Projektentwicklungsförderung bereit. Auf Basis der Empfehlungen der unabhängigen Jury wurden somit insgesamt folgende elf Kinderfilmprojekte für eine Förderung ausgewählt:

Produktion:

„ALFONS ZITTERBACKES CHAOTISCHE KLASSENFAHRT“, Hersteller: X Filme Creative Pool GmbH, Berlin, Buch: John Chambers & Mark Schlichter, nach den Büchern von Gerhard Holtz-Baumert, Regie: Mark Schlichter, Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Alfons Zitterbacke ist verliebt. Seine neue Mitschülerin Leonie ist einfach umwerfend. Auf der Klassenfahrt will Alfons – der größte Pechvogel aller Zeiten – alles tun, um ihr näher zu kommen. Und da Alfons mittlerweile älter, aber nicht weniger chaotisch ist, sind eine abenteuerlustige Reise, peinliche Momente und ein erbitterter Kampf mit Konkurrent Nico vorprogrammiert.

„MORITZ SPIELT“, Hersteller: Now Films Morlock & Ampelakiotou GbR, Berlin, Buch & Regie: Frank Marten Pfeiffer, Fördersumme: 195.000 Euro.
Inhalt: Ein Film über einen besonderen Jungen, das Ende der Kindheit, über Begabung und Selbstfindung und über gelebte Inklusion.

„TAFITI – AB DURCH DIE WÜSTE“, Hersteller: Tradewind Pictures GmbH, Köln, Buch: Julia Boehme & Nicholas Hause, nach der Buchreihe „Tafiti“ von Julia Boehme, Regie: Andrea Block & Christian Haas, Fördersumme: 300.000 Euro.
Inhalt: Tafiti, das aufgeweckte Erdmännchen, und Pinsel, das verspielte Pinselohrschwein, brechen zum Abenteuer ihres Lebens auf: Sie suchen eine seltene Blume, um Tafitis Opa zu retten. In der weiten Wüste Namibias helfen sie fremden Tieren in Not und stellen sich tapfer den Gefahren. Die endlose Suche fordert ihre letzten Kräfte und bedroht ihre Freundschaft.

„THABO – DAS NASHORNABENTEUER“, Produktion: Desert Flower Filmproduktion GmbH, München, Buch: Martin Gypkens & Ursula Gruber, nach dem Buch „Thabo – Detektiv und Gentleman: Der Nashornfall“ von Kirsten Boie, Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt, Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Der achtjährige Thabo ist Waise und lebt in Eswatini in einem Wildreservat bei seinem Onkel Vusi, der dort Ranger ist. Thabo möchte Detektiv werden, und zusammen mit seinen Freunden Sifiso und Emma aus Deutschland löst er ungeklärte Fälle.

„DAS FINALE“, Produktion: Vamos Animation - Colmenares Morales & Partner GbR, Köln, Buch & Regie: Álvaro Parrilla Álvarez, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Die kleine Manu wird alles tun, um das große Finale ihrer Fußballmannschaft mit ihrem Opa zu sehen.

„FÜR IMMER SIEBEN“, Produktion & Regie: Antje Heyn, Bergen, Buch: SaBine Büchner, nach ihrem gleichnamigen Kinderbuch, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Sieben Tiere begegnen einer Kiste und stellen mit ihr die verrücktesten Dinge an. Erzählt wird eine wunderbare Geschichte über Fantasie, Freundschaft und den Schatz der Schätze.

„PAULA UND DIE KÜHE”, Produktion: VRdok GbR, Köln, Regie: Jürgen Brügger, Jörg Haaßengier, Tanja Reinhard, Buch: Jürgen Brügger & Jörg Haaßengier, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Schon heute haben die elfjährige Paula und ihre Tiere auf dem Bauernhof mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.

Treatment:

„DER WASSERMANN“, Buch: Sandra Wollner & Viktoria Stolpe, Berlin, Fördersumme: 8.000 Euro.

Drehbuch:

„LÄMPCHEN“, Buch: Julia Keller, Berlin, nach dem Kinderbuch „Emilia und der Junge aus dem Meer“ von Annet Schaap, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Die zehnjährige Lämpchen zündet jeden Abend das Licht im Leuchtturm an. Als ihr eines Nachts die Streichhölzer ausgehen und die Lampe dunkel bleibt, gibt es ein Schiffsunglück. Um die Schulden abzuarbeiten, muss Lämpchen ins Haus des Admirals, wo es angeblich ein Monster gibt. Mutig öffnet Lämpchen eines Tages die Tür zum geheimnisvollen Turmzimmer.

„STADT DER FREUDE“, Buch: Wolfgang Reinke, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: In einer zerstörten Welt gründet eine Schar Waisenkinder ihre eigene Republik. In der Stadt der Freude leben sie selbst-bestimmt, ohne Erwachsene und im Einklang mit Pflanzen und Tieren. Doch die Hüter des Lichts, die alleinigen Herrscher im Land, sehen ihre Macht von der fröhlichen Gemeinschaft bedroht.

Projektentwicklung:

„ANTON STARFLASHMAN“, Produktion: Heimatfilm GmbH + Co. KG, Köln, Buch: Milena Baisch nach ihrem Kinderbuch „Anton macht’s klar“, Regie: Nana Neul, Fördersumme: 50.000 Euro.
Inhalt: Der elfjährige Anton braucht Geld. Dringend! Ohne die coolen Sneaker, die jetzt alle haben, ist er doch in seiner Klasse der letzte Loser. Warum müssen seine Eltern auch immer pleite sein? Als wäre es so schwer, an Geld zu kommen. Anton fotokopiert es sich kurzentschlossen selbst. Blöd nur, dass er mit dem Falschgeld seine besten Freunde und sich in Gefahr bringt.

Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgte auf Vorschlag der gemeinsamen Jury der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Kuratoriums junger deutscher Film für Kinderfilmförderung mit den Mitgliedern:

Christina Bentlage, Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Rüdiger Bertram, Autor, Köln
Jochen Coldewey, nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, Hannover
Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung, Leipzig
Christian Exner, Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum KJF, Remscheid
Katrin Hoffmann, Filmjournalistin, München
Neele Leana Vollmar, Regisseurin und Autorin, München
Saskia Wagner, FilmFernsehFonds Bayern GmbH, München

Die Jury traf die Auswahl aus 35 Projekten, die zum 17. Februar 2021 eingereicht worden waren. Nächster Termin zur Einreichung für Kinderfilmprojekte ist der 21. September 2021. Die Richtlinie und die Antragsformulare sind im Internet unter www.Kulturstaatsministerin.de abrufbar.

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