66 Millionen Euro für Chemnitz

Kulturhauptstadt Europas 2025 66 Millionen Euro für Chemnitz

Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025. Dafür plant die drittgrößte Stadt Sachsens ein vielfältiges Kulturprogramm. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung ist die gemeinsame Finanzierung der Projekte durch Bund, Land und Kommune gesichert.

Fahnen Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 D

„C the unseen“  – das ist das Motto der Chemnitzer Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025. 

Foto: Ernesto Uhlmann

„Chemnitz ist eine würdige Nachfolgerin früherer deutscher Kulturhauptstädte und steht glaubwürdig für das, was Europa ausmacht: für Zusammenhalt in Vielfalt“, sagte Kulturstaatsministerin Grütters. Gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sven Schulze, dem Oberbürgermeister von Chemnitz, unterzeichnete die Staatsministerin für Kultur und Medien heute die Vereinbarung zur gemeinsamen Finanzierung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025.

Laut Finanzierungsvereinbarung steuert der Bund bis zu 25 Millionen Euro zur Realisierung des Kulturhauptstadtprogramms bei, der Freistaat Sachsen stellt bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Chemnitz selbst beteiligt sich mit mindestens 21,28 Millionen Euro. Insgesamt rund 66 Millionen Euro stehen damit für die Realisierung der Kulturprojekte und für eine nachhaltige Stadtentwicklung bereit.

Bund unterstützt das kreative Kulturprogramm

Durch die Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas werde Chemnitz Gelegenheit haben, seine kulturelle Vielfalt noch stärker ins Scheinwerferlicht zu rücken, sagte Kulturstaatsministerin Grütters. „Chemnitz und seine Bürgerinnen und Bürger haben es verdient, dass ihre Stadt als bunt und weltoffen wahrgenommen wird“, so die Staatsministerin. Der Bund unterstütze die Stadt und den Freistaat Sachsen deshalb sehr gerne bei der Umsetzung des beeindruckenden Kulturprogramms.

Das bisher Ungesehene in den Fokus rücken

Das Motto der Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 lautet „C the unseen“. Die Stadt richtet den Blick damit auf das nicht Gesehene, scheinbar Unsichtbare oder nicht Wahrgenommene und Unterschätzte in der Stadt und der Region. Ziel der Bewerbung ist es, unentdeckte Orte zu gestalten, lokale Akteure auf europäischer Ebene zu vernetzen und demokratische Werte zu fördern sowie den Fokus auf die kreativen Macher in Chemnitz zu legen. 

Der Titel Kulturhauptstadt Europas wird seit 1985 jährlich von der EU vergeben. Chemnitz ist nach Essen (2010), Weimar (1999) und Berlin (1988) die vierte Europäische Kulturhauptstadt in Deutschland. Seit 2014 können zwei verschiedene EU-Staaten jeweils eine Europäische Kulturhauptstadt stellen. Neben Chemnitz wird die slowenische Grenzstadt Nova Gorica 2025 den Titel tragen.