Digitalisierung des Staates

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung (1.Reihe 3.v.l.), und die Mitglieder des "innovation council" am 16.05.2018

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung (1.Reihe 3.v.l.), und die Mitglieder des "innovation council" am 16.05.2018

Foto: Bundesregierung/Eckel

Innovation Council

Die Digitalisierung des Staates ist ein Kernthema der Staatsministerin für Digitalisierung. Um hierbei ein möglichst breites Spektrum an Wissen und Erfahrungen, insbesondere auch aus dem Bereich der Wirtschaft einfließen zu lassen, wurde das Innovation Council ins Leben gerufen.

Es wird von politischer Seite von Dorothee Bär und von Wirtschaftsseite von dem Investor Frank Thelen geleitet. “Fast jede Industrie wird in den nächsten 10 Jahren durch neue Technologien wie KI, 3D-Druck, Blockchain und viele mehr tiefgreifend verändert. Bisher kommt keiner der neuen digitalen Weltmarktführer aus Deutschland. Dies zu ändern ist eine große Herausforderung und erfordert eine vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Mit Dorothee Bär haben wir nun endlich eine Digitalministerin, die den Ernst der Lage erkannt hat und entschlossen handeln will. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, so Frank Thelen. 

Das Council setzt sich aus ausgewählten Akteuren von Start-ups und etablierten Unternehmen zusammen. Es hat die Aufgabe, frühzeitig neue Herausforderungen der Digitalisierung zu identifizieren und Anregungen aus dem Start-up- und Wirtschaftsbereich ungefiltert in die Politik zu bringen.

Dorothee Bär dazu: „Wir müssen unsere eigenen Stärken ausspielen. Bislang starren wir noch zu oft wie das Kaninchen auf die Schlange ins Silicon Valley oder nach Shenzhen. Deshalb der Mix von Start-ups und etablierten Unternehmen, damit wir die Vorteile beider Unternehmenskulturen kombinieren können.“

Das Innovation Council trifft sich mindestens zweimal jährlich und lädt dazu auch externe Gäste ein, um, je nach Themengebiet, immer neue Impulse zu erhalten.

Mitmachen

Die Digitalisierung des Staates ist ein Vorhaben, welches viele unterschiedliche Bereiche betrifft und hierbei viel unterschiedliches Wissen auf den verschiedensten Seiten erforderlich macht. Damit Digitalisierung gelingt und erfolgreich ist, ist es von großer Bedeutung, möglichst viele der betroffenen Seiten in den Prozess einzubinden. Aber es ist auch eine Frage der Akzeptanz für die angebotenen Services, den Weg zur Digitalisierung des Staates möglichst transparent zu gestalten. Dieses wurde am Beispiel der Erstellung der Corona-Warn-App deutlich, bei der die Serviceanbieter und Entwickler den Prozess in bislang beispielloser Weise für interessierte Nutzer einsehbar gemacht haben. Es ist wichtig, bei den Schritten hin zum Digitalen Staat möglichst alle relevanten Seiten einzubeziehen, um am Ende effektive und effiziente Lösungen für einen digitalisierten Staat bereitzustellen, die die Bürgerinnen und Bürger auf einfache und sichere Weise nutzen können. 

Ein Beispiel für eine gelungene Möglichkeit der Partizipation war der Hackathon #wirvsvirus der Bundesregierung im März 2020, bei der sich 27.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben, um Lösungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu entwickeln. 

Auf dieser Seite werden künftig Möglichkeiten für die Beteiligung an Digitalisierungsvorhaben vorgestellt.

Projekte

Fellowship-Programm „Tech4Germany“

Wenn es um die Digitalisierung der Verwaltung geht, ist es wichtig, dass wir agiler und lösungsorientierter werden. Wie das gelingen kann, zeigt das Fellowship-Programm Tech4Germany. Es bringt seit 2018 junge Talente mit Hintergrund in Software-Entwicklung und/oder Nutzer-zentriertem Design für mehrere Wochen in die Bundesverwaltung und befähigt sowohl die Projektpartner in der Verwaltung als auch die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Umsetzung spannender und innovativer Projekte. Solch frischer Wind hilft uns bei der Gestaltung der Verwaltung von morgen. Im Sommer 2020 ist darauf aufbauend das Work4Germany Fellowship gestartet: es hat eine längere Laufzeit, ist nicht auf Personen mit technischem Hintergrund beschränkt und legt seinen Fokus auf bereits berufserfahrene Fellows.

Weitere beispielhafte innovative Projekte im Bereich der Digitalisierung des Staates folgen in Kürze.