Digitale Bildung an Schulen

Ein Schüler lernt während des Unterrichts im Fach Geschichte am Alten Gymnasium Oldenburg (AGO) mit einem iPad.

27.03.2019, Niedersachsen, Oldenburg: Ein Schüler lernt während des Unterrichts im Fach Geschichte am Alten Gymnasium Oldenburg (AGO) mit einem iPad. Das Alte Gymnasium gehört beim digitalen Lernen zu den führenden Schulen im Nordwesten.

Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Vision

Willkommen im Sommer der digitalen Bildung! In Coronazeiten hat Schule keine Ferien und Kurzarbeit, sondern befindet sich in einem historischen Wandel. 

Danke an alle, die jetzt allen Widrigkeiten zum Trotz tatkräftig anpacken! Als Mutter dreier Kinder und Zukunftsfan brenne ich für Bildung im Digitalzeitalter. Am liebste wüsste ich jetzt schon, wie wir in der Schule von morgen Lernen und Lehren. 

Meine ganz persönliche Vision von Schule ist, dass alle gerne hingehen. Dass das gesamte Lernumfeld auf den natürlichen Biorhythmus eingestellt ist und eine optimale Lern- und Lehratmosphäre herrscht. 
Dass es zum Beispiel die Möglichkeit gibt, auch einen Tag von zu Hause zu lernen und erst um 9 Uhr zu beginnen. 
Dass alle – und vor allem Mädchen – mit Begeisterung IT als „Fremdsprache“ lernen. 
Dass wir weltweit ein Schulsystem haben, das auch ausländische Schüler zu uns nach Deutschland bringt. 
Dass Lehrerinnen und Lehrer ihr pädagogisches Potenzial voll ausschöpfen können und den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, sich täglich selbst zu übertreffen. 
Dass der Beruf des Lehrers gesellschaftlich einen hohen Stellenwert hat, finanziell mehr Wertschätzung erfährt und wieder ein echter Traumberuf ist. 
Dass Schulleitungen ein großzügiges Budget haben, um den Schülerinnen und Schülern eine optimale Ausstattung zu geben. 
Dass in den Kultus- und Digitalministerien die neuesten Entwicklungen zu Lernbedingungen erforscht werden und diese mit allen Akteuren zusammen auch umgesetzt werden.

Das alles scheint heute unerreichbar. Und doch ist es vielerorts in Deutschland schon so. Leider nicht überall.

Kurzum: Ich wünsche mir nur das Allerbeste für unsere Kinder. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie sind die Zukunft unsere Wirtschaft. Und ich möchte ihnen eine so kraftvolle Lobby bieten, dass Ihre Lernbedürfnisse auch erfüllt werden. 

Eine Vision zu schaffen ist manchmal ein langwieriger Prozess. Es braucht vor allem engagierte Köpfe aus Schulen und dem Bildungsbereich, die ihre volle Leidenschaft und kreativen Ideen einbringen. Ich weiß, wie viele es davon in Deutschland gibt. 

Nach dem Sommer der digitalen Bildung kommt der Herbst der digitalen Bildung. Je mehr wir aussähen, desto mehr werden wir ernten. Ich freue mich auf Ihr Engagement und Ihre Unterstützung auf unserem gemeinsamen Weg zur digitalen Bildung von morgen. Zukunft wird heute gestaltet.

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