Museen digital erleben

museum4punkt0 Museen digital erleben

Deutschlandweit arbeiten Kultureinrichtungen daran, Kulturerlebnisse auch digital zu ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt hier das Verbundprojekt museum4punkt0. Es unterstützt Museen nicht nur darin, ergänzende digitale Angebote zu entwickeln, es sorgt auch für den entsprechenden Wissenstransfer.  

Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Hermann Parzinger begutachten die Anwendung eines der 27 Teilprojekte von museum4punkt0

Bei einer Werkschau konnte sich Kulturstaatsministerin Roth vom Nutzen der bisher entwickelten Anwendungen im Projekt museum4punkt0 überzeugen.

Foto: SPK/photothek.de/Thomas Trutschel

Wie können Museen mit ihrem Publikum in den Austausch treten? Welche Angebote wünschen sich die Besucherinnen und Besucher? Wie können die Einrichtungen neue Zielgruppen ansprechen? Und wie kann das alles mithilfe moderner digitaler Anwendungen gelingen? Das sind die Fragen, die sich die Teams im bundesweiten Verbundprojekt museum4punkt0 stellen.

In insgesamt 27 Teilprojekten erproben die teilnehmenden Kultureinrichtungen den Einsatz moderner Technologien rund um den Museumsbesuch. Dabei stehen die Bedürfnisse und Wünsche der Besucherinnen und Besucher im Fokus. Zum Einsatz kommen beispielsweise Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen oder 3D-Modellierung. Auch spielerische Zugänge zu Inhalten und Objekten oder partizipative Plattformen und Citizen Science-Apps werden getestet.

Dies sei „ein einzigartiges Konzept“, konstatiert Kulturstaatsministerin Roth. Im Juni hatten die beteiligten Projektpartner in einer Werkschau aktuelle Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Dabei konnte sich die Staatsministerin für Kultur und Medien ein Bild davon machen, wie die Institutionen innovative Tools für einen abwechslungsreichen Museumsbesuch nutzen.

Bundesweites Netzwerk für digitale Kulturvermittlung

Ziel von museum4punkt0 ist es, die entwickelten digitalen Instrumente später für Vermittlung, Bildung oder Forschung einzusetzen. Alle Projekte haben deshalb Prototyp-Charakter, sämtliche Ergebnisse werden anschließend anderen Museen zur Nachnutzung bereitgestellt. Außerdem vermitteln die teilnehmenden Teams in öffentlichen Veranstaltungen ihre Erkenntnisse aus der Praxis und unterstützen und beraten andere Institutionen mit Erfahrungsberichten.

Das bundesweite Projekt museum4punkt0 zeige, „dass eine überregionale – über Ländergrenzen hinweg gehende − Zusammenarbeit funktionieren kann“, betonte die Kulturstaatsministerin. So habe es sich zu einem starken Netzwerk für digitale Kulturvermittlung entwickelt, erklärte Roth.

Dritte Förderphase im März 2022 gestartet

Bereits seit 2017 fördert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Verbundprojekt, das unter der Federführung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz steht. In der im März 2022 gestarteten dritten Förderphase wurden neun neue Institutionen in die Förderung aufgenommen. Seit Projektbeginn sind insgesamt 30 Millionen Euro aus dem Kulturhaushalt für museum4punkt0 bereitgestellt worden.