Geschlossene Solidarität mit der Ukraine

EU-Kultur- und Medienministerrat Geschlossene Solidarität mit der Ukraine

Kulturstaatsministerin Roth hat am 4. April in Luxemburg am Rat der EU-Kultur- und Medienministerinnen und -minister teilgenommen. Die Sitzung war überschattet von den Kriegsverbrechen im ukrainischen Ort Butcha. Auch Ukraines Kulturminister Oleksandr Tkachenko war mit einer Videoansprache zugeschaltet.

Ukrainische und EU-Flagge

„Gerade jetzt müssen Kunst- und Pressefreiheit verteidigt und gestärkt werden“, erklärte Kulturstaatsministerin Roth in Luxemburg.

Foto: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Gemeinsam mit ihren EU-Kolleginnen und Kollegen sei sie fassungslos im Entsetzen über die von der russischen Armee offenkundig begangenen Gräueltaten an hunderten von Zivilisten in Butcha, erklärte Kulturstaatsministerin Claudia Roth in Luxemburg. „Wir haben sehr klar unsere geschlossene Solidarität und unsere Unterstützung für die Ukraine in diesen schweren Stunden deutlich gemacht“, sagte Roth.

Gerade jetzt müssten Kunst- und Pressefreiheit verteidigt und gestärkt werden, so die Staatsministerin. Dazu gehöre insbesondere auch der Schutz und die Stärkung freier und unabhängiger Medien, die seriöse und verlässliche Informationen lieferten. „Darüber sind wir uns im Kreis meiner EU-Kolleginnen und –Kollegen einig“, betonte Roth.

Die Kulturstaatsministerin stellte den Amtskolleginnen und -kollegen vor Ort verschiedene Initiativen vor, die derzeit in Deutschland aufgebaut werden, um Kultur- und Medienschaffenden aus der Ukraine zu helfen und das ukrainische Kulturerbe zu schützen. 

Hilfsmaßnahmen für die Ukraine
Wie unterstützt der Bund Kultur und Medien?

Soforthilfeprogramm für schutzsuchende Journalistinnen und Journalisten: BKM stellt ad hoc eine Million Euro Soforthilfe für vom Ukraine-Krieg betroffene Journalisten und Medienschaffende in Deutschland zur Verfügung. Das Hilfsprogramm entwickelt BKM derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt sowie mit zivilgesellschaftlichen Initiativen wie Reporter ohne Grenzen.

Netzwerk Kulturgutschutz in der Ukraine: Das von BKM und dem Auswärtigen Amt gegründete Netzwerk sammelt Informationen zur Gefährdungslage der Kultur vor Ort in der Ukraine und koordiniert sowie vernetzt internationale Hilfsangebote. Zentrale Schaltstelle und Ansprechpartner des Netzwerkes ist ICOM Deutschland.

Stipendien- und Residenzprogramme für Künstlerinnen und Künstler: BKM arbeitet am Ausbau von Stipendien und Residenzen für ukrainische Künstlerinnen und Künstler.

International Coalition for Filmmakers at Risk: Die deutschen Filmförderungen von Bund und Ländern beteiligen sich am Ukraine-Notfallfonds der „International Coalition for filmmakers at Risk“.

UNESCO Emergency Group: Auf internationaler Ebene beteiligt sich Deutschland gemeinsam mit zahlreichen Staaten an einer durch die UNESCO ins Leben gerufenen, hochkarätig besetzten Expertengruppe zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes.

Taskforce Ukraine: BKM hat eine interne Taskforce eingerichtet, die Zivilgesellschaft und die Politik verbindet, um die vielfältigen kultur- und medienpolitisch geprägten Unterstützungsmaßnahmen zu vernetzen.