Jazz im Rampenlicht

Deutscher Jazzpreis 2022  Jazz im Rampenlicht

Bereits zum zweiten Mal zeichnet die Staatsministerin für Kultur und Medien herausragende künstlerische Leistungen im Jazz aus. Über die begehrte Trophäe können sich in diesem Jahr 31 Musikerinnen und Kreative freuen.

Live-Auftritt der Künstlerin Brandy Younger bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises

Live-Auftritt der Künstlerin Brandee Younger bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises

Foto: Camille Blake / Initiative Musik

Die Verleihung des Deutschen Jazzpreises fand diesmal in Bremen statt. In ihrer Videobotschaft hob Kulturstaatsministerin Claudia Roth „die kreative Schaffenskraft, die künstlerische Qualität und Vielfalt des Genres“ hervor. Nach den vergangenen zwei Jahren, die stark von der Pandemie geprägt waren, sei der Deutsche Jazzpreis besonders wichtig, so die Staatsministerin.

Bei der Preisverleihung am 27. April wurden Künstlerinnen und Kreative in 31 verschiedenen Kategorien prämiert. Darunter sind etwa die deutsche Saxophonistin und Komponistin Charlotte Greve, der US-Sänger Michael Mayo oder das internationale Kollektiv HARD BOILED WONDERLAND, das den Sonderpreis der Jury erhielt. Der Preis für das Lebenswerk ging an den deutschen Saxophonisten, Komponisten und Autor Ernst-Ludwig Petrowsky. Verbunden mit dem Preis ist stets eine Prämie von je 10.000 Euro. 

Alle Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf der Webseite des Deutschen Jazzpreises.

Künstlerische Qualität und Vielfalt des Jazz sichtbar machen

Fünf Fachjurys und eine Hauptjury hatten die Preisträgerinnen und Preisträger in einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus rund 1.000 Bewerbungen ausgewählt. Auch die Nominierten gingen bei der Preisverleihung nicht leer aus. Sie erhielten eine Prämie von je 2.000 Euro.

Der Deutsche Jazzpreis wurde erstmals 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgelobt, um herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene zu prämieren. Der Preis wird durch die Initiative Musik realisiert und aus dem Bundeskulturetat gefördert.

Preisverleihung mit anschließendem Konzert

Die Veranstaltung fand vor rund 500 Gästen im Bremer Metropoltheater statt und wurde online via Livestream übertragen. Im Anschluss an die Preisvergabe folgte ein Konzert, bei dem unter anderem die gerade ausgezeichneten Preisträgerinnen Sylvie Courvoisier und Fola Dada auftraten. 

Die Aufzeichnung des Konzerts wird am 21. Mai auf 3sat ausgestrahlt. Bereits eine Woche zuvor, am 14. Mai, wird der Konzertabend ab 22 Uhr auch vom Hörfunksender Bremen Zwei übertragen.

Bremen im Zeichen des Jazz

Bremen war ganz bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt worden. Am 28. April startet in der Freien Hansestadt das Festival jazzahead!, die weltgrößte Fachmesse für Jazz mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 60 Ländern. Auch sie wird aus dem Bundeskulturhaushalt gefördert.