Hilfsmaßnahmen für Kultur und Medien

Krieg in der Ukraine Hilfsmaßnahmen für Kultur und Medien

Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur ein Angriff auf die dort lebenden Menschen, er richtet sich auch gegen die Demokratie, die Meinungs- und die Kunstfreiheit. Kulturstaatsministerin Roth hat daher eine Reihe von Maßnahmen ergriffen: Neben Hilfsangeboten gilt es jetzt auch, die Ukraine dabei zu unterstützen, ihre kulturelle Identität vor der Zerstörung zu schützen.

Kanzleramt

Zeichen der Solidarität: Die Flagge der Ukraine vor dem Bundeskanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Hilfe und Unterstützung für die Ukraine – das ist das Gebot der Stunde. Kulturstaatsministerin Roth hat daher nicht nur ihre uneingeschränkte Solidarität mit der Ukraine erklärt, sie hat auch rasch Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht.

1 Million Euro Soforthilfe für Medienschaffende

Für Medienschaffende, die in Folge des Krieges fliehen mussten, stellt die Staatsministerin für Kultur und Medien eine Million Euro Soforthilfe zur Verfügung. Mit 800.000 Euro wird der JX-Fund gefördert, eine gemeinsame Initiative von Reporter ohne Grenzen, der Schöpflin Stiftung und der Rudolf Augstein Stiftung. Zudem erhöht die Staatsministerin die Förderung des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit in Leipzig um 200.000 Euro. Hiermit sollen weitere Aufnahmestipendien für schutzsuchende Medienschaffende ermöglicht werden.

Schutz des kulturellen Erbes

Hilfsmaßnahmen für die über 400 Museen und 3.000 Kulturstätten in der Ukraine bündelt das von der Beauftragten für Kultur und Medien und dem Auswärtigen Amt gegründete Netzwerk Kulturgutschutz in der Ukraine. Es sammelt Informationen zur Gefährdungslage der Kultur vor Ort und koordiniert auch internationale Hilfsangebote. Zentrale Schaltstelle und Ansprechpartner des Netzwerkes ist ICOM Deutschland. In dem Netzwerk sind u.a. die Deutsche Nationalbibliothek, das Bundesarchiv, das Deutsche Archäologische Institut, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Kulturstiftung der Länder und die deutsche UNESCO-Kommission vertreten.

Daneben engagiert sich Deutschland gemeinsam mit zahlreichen Staaten an der UNESCO Emergency Group, eine durch die UNESCO ins Leben gerufene, hochkarätig besetzte Expertengruppe zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes.

Weitere Maßnahmen und Vernetzung der Hilfsangebote

BKM arbeitet am Ausbau von Stipendien und Residenzen für ukrainische Künstlerinnen und Künstler. Außerdem hat sich die deutsche Filmwirtschaft rasch am Ukraine-Notfallfonds der „International Coalition for Filmmakers at Risk“ beteiligt.

Darüber hinaus hat BKM eine interne Taskforce Ukraine eingerichtet. Sie verbindet die Zivilgesellschaft und die Politik und vernetzt so die vielfältigen kultur- und medienpolitisch geprägten Unterstützungsmaßnahmen.


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