Auszeichnung für 66 Verlage

Deutscher Verlagspreis 2022 Auszeichnung für 66 Verlage

Bereits zum vierten Mal prämiert der Bund in diesem Jahr kleine und unabhängige Verlage mit dem Deutschen Verlagspreis. Es seien vor allem diese Verlage, „denen wir die einzigartige Vielfalt unserer Literaturlandschaft verdanken“, sagte Kulturstaatsministerin Roth bei der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. 

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Von Krimis über Bildbände und Graphic Novels bis zur Lyrik: Die Programme der prämierten Verlage zeichnen sich durch große Vielfalt aus.

Foto: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild | Jan Woitas

„Von der Idee bis zum fertigen Werk begleiten sie ihre literarischen Herzensprojekte mit leidenschaftlichem Engagement und großer Sorgfalt“, erklärte Claudia Roth mit Blick auf die prämierten Verlage. Ihre Bücher seien es, die uns zum gesellschaftspolitischen Austausch einladen und den demokratischen Diskurs wertvoll bereichern. Dafür verdienten sie unsere besondere Anerkennung, so die Staatsministerin.

Der Deutsche Verlagspreis wird seit 2019 jährlich durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vergeben. Er prämiert kleine und unabhängige Verlage, die durch ein besonderes Verlagsprogramm, die Qualität ihrer verlegerischen Arbeit, die Umsetzung innovativer Projekte, eine ansprechende Buchgestaltung sowie kulturelles Engagement überzeugen. 

Von Lyrik über Graphic Novel und Bildband bis zum Hörbuch

Auch in diesem Jahr erhalten 66 Verlage mit ganz unterschiedlichen verlegerischen Profilen die Auszeichnung. Sie wird in drei verschiedenen Kategorien vergeben. 

Einen Überblick über die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf der Webseite des Deutschen Verlagspreises.

Die drei Hauptpreise sind mit je 60.000 Euro dotiert. Welche Verlage sie gewinnen werden, wird Kulturstaatsministerin Roth bei der Preisverleihung am 22. Juni in Leipzig verkünden. Darüber hinaus werden 60 Verlage mit einem Gütesiegel und Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro prämiert. 

Ein undotiertes Gütesiegel geht an weitere drei Verlage, deren durchschnittlicher Jahresumsatz über drei Millionen Euro lag – in diesem Jahr an den Emons Verlag, den JUMBO Verlag sowie Matthes & Seitz Berlin.

Unabhängige Fachjury hat Gewinner aus 338 Verlagen ausgewählt

Insgesamt 338 Verlage hatten sich in diesem Jahr um die Auszeichnung beworben. Über die Preisträgerinnen und Preisträger hat eine unabhängige Fachjury in einem mehrstufigen Auswahlverfahren entschieden. Vorsitzender ist der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel.

Auch die Journalistin Roswitha Budeus-Budde, die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Katharina Hesse, der Journalist Hannes Hintermeier, der Literaturwissenschaftler und Leiter des Literaturhauses Hamburg Rainer Moritz, der freie Hersteller und Buchgestalter Hans-Heinrich Ruta sowie die Booktuberin Ilke Sayan gehören der Jury an.

Partner des Deutschen Verlagspreises sind die Kurt Wolff Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

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