Roth: „Ein Leuchtturm des gelebten Kulturföderalismus“

Kulturstaatsministerin in Hamburg Roth: „Ein Leuchtturm des gelebten Kulturföderalismus“

Ihre Antrittsreise durch die Bundesländer hat Kulturstaatsministerin Roth nun nach Hamburg geführt. Neben dem Besuch des historischen Frachtseglers „PEKING“ und des Museums am Rothenbaum standen auch Gespräche mit der dortigen Kultur- und Kreativszene auf dem Programm. 

Kulturstaatsministerin Claudia Roth gemeinsam mit Carsten Brosda und Hans-Jörg Czech

Kulturstaatsministerin Roth mit Kultursenator Brosda und Stiftungsdirektor Czech auf dem restaurierten Museumsschiff „PEKING“ 

Foto: BKM / Markus Scholz

„Hamburg ist ein Leuchtturm des gelebten Kulturföderalismus in Deutschland“, sagte Claudia Roth anlässlich ihres Besuchs an der Elbe. Gemeinsam mit dem Hamburger Kultursenator Carsten Brosda besuchte die Kulturstaatsministerin zwei Tage lang verschiedene Kulturstätten und -akteure in der Hansestadt. 

Auf der Reeperbahn: Treffen mit Veranstaltungsbranche

Zum Auftakt traf sich die Staatsministerin im Club „Häkken“ mit Alexander Schulz, dem Geschäftsführer des Reeperbahnfestivals, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Veranstaltungsbrache. Dabei ging es um aktuelle Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung. 

Das Hamburger Reeperbahnfestival zählt zu den wichtigsten Branchentreffs für die deutsche und internationale Musikwirtschaft und ist eine der führenden europäischen Plattformen für internationale Talente und Popkultur. Das Festival wird aus dem Bundeskulturhaushalt gefördert.

Kampnagel – Motor der Freien Kulturszene

Die freie Kultur- und Kreativszene stand auch im Fokus des Besuchs auf Kampnagel am zweiten Tag. Das weltweit bekannte, internationale Kulturzentrum ist eine der größten freien Spiel- und Produktionsstätten Deutschlands. Es befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Kranfabrik. 

Kulturstaatsministerin Roth mit Amelie Deuflhard in der Kulturfabrik Kampnagel

Die Kulturfabrik Kampnagel sei ein „Motor der Freien Kulturszene“, der weit über Deutschland hinausstrahle, sagte Kulturstaatsministerin Roth – hier mit Amelie Deuflhard.

Foto: BKM / Markus Scholz

Kulturstaatsministerin Roth verschaffte sich gemeinsam mit dem Hamburger Kultursenator vor Ort ein Bild von den anstehenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten. Begleitet wurden sie dabei von der künstlerischen Leiterin Amelie Deuflhard und dem französischen Architektenduo Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal, das den Zuschlag für die Generalsanierung erhalten hat. Die Kosten in Höhe von 120 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte vom Bund und der Hansestadt Hamburg getragen.

„PEKING“ und das Deutsche Hafenmuseum

Zuvor hatte die Staatsministerin bereits zusammen mit Kultursenator Brosda und mit Hans-Jörg Czech, dem Direktor der Stiftung Historische Museen Hamburg, das restaurierte Museumsschiff „PEKING“ besichtigt. Es wird das prominenteste Vorzeigeobjekt des neuen Deutschen Hafenmuseums sein. Die Kosten für die Restaurierung des historischen Segelschiffs wie auch die Errichtung des Deutschen Hafenmuseums in Höhe von 185,5 Millionen Euro werden vollständig vom Bund übernommen.

Museum am Rothenbaum: Aufarbeitung des Kolonialismus

Claudia Roth mit Carsten Brosda und Barbara Plankensteiner

Beim Rundgang durch die Ausstellung „Benin. Geraubte Geschichte“ mit Barbara Plankensteiner

Foto: MARKK / Paul Schimweg

Zum Abschluss besuchte Claudia Roth das Hamburger Museum am Rothenbaum, eines der größten ethnologischen Museen Europas. Beim Rundgang durch die Ausstellung „Benin. Geraubte Geschichte“ und im anschließenden Gespräch mit Museumsdirektorin Barbara Plankensteiner, die auch Co-Sprecherin der Benin Dialogue Group ist, informierte sich die Kulturstaatsministerin über den Stand der Restitutionsdebatte in Hamburg. 

„Als Mitglied der Benin Dialogue Group ist das Museum am Rothenbaum einer unserer wichtigsten Partner, um die bevorstehenden Rückgaben als Ausgangspunkt für vertiefte Kooperationen und einen stärkeren Kulturaustausch mit Nigeria zu gestalten“, erklärte Roth.