Wasserstoffnetz für Deutschland – Ausbau und Finanzierung

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Die Grafik zeigt, wo das neue Wasserstoffnetz entsteht.

Das neue Wasserstoffnetz

Foto: Bundesregierung

Vor allem die Industrie wird in Zukunft auf Wasserstoff als Energielieferanten angewiesen sein – neben der Energien aus erneuerbaren Rohstoffen. Deshalb ist der Aufbau der Wasserstoffnetze ein zentraler Schritt zu sauberer und bezahlbarer Energie in Deutschland und Europa.

Verlässlicher Rahmen für den Ausbau

Da Wasserstoff als Energieträger bisher noch nicht vorliegt, sind große Investitionen nötig, insbesondere in den Aufbau der Netze. Die Bundesregierung hat nun in einen Gesetzentwurf beschlossen, wie das Kernnetz  – also gewissermaßen die Autobahn des Wasserstoffnetzes – finanziert werden soll.

Dieser Beschluss schafft einen verlässlichen Rahmen für den Bau und den Betrieb des Netzes und gibt der Wirtschaft damit Planungssicherheit, um in die Nutzung des Wasserstoffes zu investieren.

„Damit kann die Transformation energieintensiver Sektoren hin zur Klimaneutralität Fahrt aufnehmen und Deutschland wettbewerbsfähig bleiben. Denn von einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur profitiert nicht nur die Industrie, sondern die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“ Bundesminister Robert Habeck

Kernnetz soll privat finanziert werden

Die Kernidee des Gesetzentwurfs ist, das Wasserstoffnetz weitestgehend privatwirtschaftlich über die Netzentgelte zu finanzieren. Dabei wird die Deckelung der Netzentgelte einen übermäßigen Anstieg der Strompreise verhindern.

Da den hohen Investitionen für den Ausbau der Netze anfangs noch keine nennenswerten Einnahmen gegenüberstehen, sollen die Kosten insfern ausgeglichen werden, indem die späteren Nutzer an den Aufbaukosten beteiligt werden.

Planung eines flächendeckenden Netzes beginnt

Eine weitere Herausforderung wird sein, ein Wasserstoffnetz aufzubauen, das die gesamte Fläche Deutschlands abdeckt. Dafür soll ab 2025 alle zwei Jahre eine umfassende Netzentwicklungsplanung für Gas und Wasserstoff eingeführt werden.

Das Wasserstoff-Kernnetz soll 9.700 km umfassen und in alle Bundesländer reichen sowie zentraler Teil eines europäischen Netzes werden. Wichtig bei der Entscheidung über den Verlauf sind zum Beispiel große Industrieansiedlungen, die Vernetzung mit den Nachbarländern sowie große Produktionsstätten von Wasserstoff. Etwa 30 bis 50 Prozent des Wasserstoffes soll in Deutschland hergestellt werden.