Zum Auftakt „Der fliegende Holländer“

Bayreuther Festspiele Zum Auftakt „Der fliegende Holländer“

Nach einem Jahr pandemiebedingter Stille kehren die Bayreuther Festspiele auf den „Grünen Hügel“ zurück. Mit Wagners „Der fliegende Holländer“ startet das Festival am Sonntag – erstmals dirigiert dabei eine Frau. Das Publikum kann die Eröffnungsinszenierung nicht nur vor Ort, sondern auch via Livestream mitverfolgen.

Bayreuther Festspielhaus

Festspielhaus der Richard-Wagner-Festspiele auf dem „Grünen Hügel“ in Bayreuth

Foto: Bayreuther Festspiele / Enrico Nawrath

Unter musikalischer Leitung von Oksana Lyniv beginnen die Bayreuther Festspiele mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners romantischer Oper „Der fliegende Holländer“. Die Dirigentin ist die erste Frau, die seit der Festivalgründung 1876 am Dirigentenpult steht. Regie führt Dmitri Tcherniakov. 

Zur Premiere werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters erwartet. Grütters hatte zuletzt eine Reform der Richard-Wagner-Stiftung angeregt. Diese ist Eigentümerin des Festspielhauses, dessen Gesamtsanierung in den nächsten Jahren ansteht. Eine Arbeitsgruppe hat dazu inzwischen ihre Arbeit aufgenommen.

Seit 1953 unterstützt der Bund die Bayreuther Festspiele. Die Fördermittel stammen aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien. Zudem beteiligt sich der Bund an der Sanierung des Festspielhauses.

22 Opernaufführungen und drei Konzerte

Neben der Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers“ präsentieren die Festspiele auch die Musikdramen „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tannhäuser“ und eine halbszenische Aufführung der „Walküre“ auf dem „Grünen Hügel“. Insgesamt 22 Opernabende finden bis zum 25. August statt. Darüber hinaus wird es in diesem Jahr eine konzertante Aufführung des „Parsifal“ und zwei weitere Konzerte mit Ausschnitten aus Wagner-Opern geben.

Wagner im Kino, Hörfunk und online miterleben

Pandemiebedingt musste die Anzahl der Vorstellungen und Platzkarten deutlich reduziert werden. Damit dennoch möglichst viele Menschen in den Operngenuss kommen, wird die Eröffnungsinszenierung nicht nur – wie schon in früheren Jahren – live in zahlreichen Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz übertragen. Sie kann auch live als Videostream sowie in den Kulturradios der ARD von zuhause aus mitverfolgt werden. 

Auch die Aufführungen der „Meistersinger von Nürnberg“ und von „Tannhäuser“ werden zeitversetzt im Hörfunk ausgestrahlt. Zudem sind zehn aktuelle sowie kürzlich entstandene Inszenierungen vom 26. Juli bis zum 24. August online unter festspiele-online.de zu sehen.

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