„Leben mit HIV. Anders als du denkst?“

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Welt-Aids-Tag 2023 „Leben mit HIV. Anders als du denkst?“

Eine Kampagne zum Welt-Aids-Tag gibt Einblick in das Leben von Menschen mit HIV: Sieben starke Persönlichkeiten erzählen von ihrem alltäglichen Erleben, ihrem HIV-positiven Coming-out und ihrem Umgang mit Widerständen. Ziel ist es, sich Vorurteile bewusst zu machen und zu korrigieren.

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Schleife

Vor 35 Jahren – am 1. Dezember 1988 – rief die Weltgesundheitsbehörde erstmals den „Welt-Aids-Tag“ aus.

Foto: imago images/Martin Wagner

Leben wie alle anderen auch – das können Menschen mit HIV, wenn ihre Infektion früh genug erkannt wird. Denn es gibt Medikamente, die den Ausbruch von Aids verhindern. Und die verhindern, dass Menschen mit HIV andere anstecken können. Leben wie alle anderen auch ist also möglich.

Dennoch stoßen Menschen mit HIV nach wie vor auf Vorurteile und Ablehnung. In der Kampagne zum diesjährigen Welt-Aids-Tag berichten sieben Menschen von ihrem Leben mit HIV. Sie erzählen Persönliches, informieren und klären auf. Denn Wissen um HIV hilft Vorurteile abzubauen.Die Kampagne ist eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Partnerschaft mit der Deutschen Aidshilfe und der Deutschen Aids-Stiftung.

HIV ist eine Abkürzung und steht für: „Humanes Immundefizienz-Virus“. Das Virus schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, auch Immunsystem genannt. Ohne Behandlung führt das nach einiger Zeit fast immer zu schweren Krankheiten, die man Aids nennt. Auch Aids ist eine Abkürzung, sie steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“. Auf Deutsch: Erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom.

HIV/Aids in Deutschland

Das Robert Koch-Institut schätzt , dass im Jahre 2022 sich 1.900 Menschen neu mit HIV angesteckt haben. Davon sind etwa 1.000 Männer, die Sex mit Männern hatten (53 Prozent). Rund 520 Personen (27 Prozent) haben sich auf heterosexuellem Weg in Deutschland infiziert, davon 310 Frauen (16 Prozent) und 210 Männer (11 Prozent). Weitere etwa 370 Menschen (19 Prozent) haben sich beim intravenösen Drogengebrauch angesteckt. Im Jahr 2021 hatten sich etwa 1.800 Menschen neu mit HIV infiziert, ähnlich viele wie 2020.

In Deutschland stehen hochwirksame Therapien in ausreichender Zahle zur Verfügung. Aber nicht alle, die sich mit HIV angesteckt haben könnten, erreichen die vorhandenen Test- und Behandlungsmöglichkeiten. So beispielsweise Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis oder ohne Krankenversicherung.

HIV/Aids weltweit

Etwa 39 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV. 1,3 Millionen haben sich 2022 neu angesteckt, 630.000 starben an Aids-bedingten Krankheiten. So die Zahlen von UNAIDS , dem Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS steht für Joint United Nations Programme on HIV/AIDS). Ziel von UNAIDS ist es, die verschiedenen HIV/AidS-Pandemie-Aktivitäten einzelner Länder im Kampf gegen HIV/Aids zu koordinieren und Aids wirksam zu bekämpfen.

Ende Dezember 2022 hatten 29,8 Millionen Menschen Zugang zu Medikamenten, die den Ausbruch von Aids verhindern, indem sie HIV unterdrücken. Im Jahr 2010 waren es nur 7,7 Millionen. Auch wenn mittlerweile 76 Prozent aller HIV-Infizierten Zugang zu Medikamenten haben, sind es immer noch zu wenig.

Ziel muss es sein, dasss alle Betroffenen Zugang zu Therapien haben und dadurch Ansteckungen verhindert werden. Denn so können HIV und Aids langfristig ausgerottet werden.

Der Welt-Aids-Tag ist immer am 1. Dezember. 1988 wurde er erstmals von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Aktionen rund um den Globus rufen zur Solidarität mit HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen auf und wenden sich gegen Diskriminierung.