Nationale Klimaschutzinitiative

Umweltfreundlich zum Public Viewing

Eine neue App weist Fußball-Fans während der WM den umweltfreundlichsten Weg zur nächsten Public Viewing-Location. Entwickelt wurde sie mit Geldern aus der "Nationalen Klimaschutzinitiative" der Bundesregierung.

Biergartenbesucher schauen sich im Biergarten ein Fußballspiel an.

Mit dem Rad, Bus oder Bahn - eine App zeigt den umweltfreundlichsten Weg zur Public Viewing-Location an.

Foto: picture alliance / dpa

Rechtzeitig zum Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft stellte Bundesministerin Svenja Schulze die App "Green Public Viewing" vor. Fußballfans in rund 60 Städten werden durch den Routenplaner angeregt, klimafreundlich ohne Auto zum öffentlichen Fußballschauen anzureisen. Dabei können sie zwischen Rad- und Fußwegen sowie Bus oder Bahn wählen. Jeder Fan kann hier die passende Location unter 400 Standorten finden.

Über die App sind noch weitere Informationen abrufbar: die Größe der Location, das Getränkeangebot vor Ort und ob es Sitzmöglichkeit im Freien gibt. Und: Sie wird laufend weiter "gefüttert".

Mit dieser App "wird CO2 eingespart, die Umwelt geschont und die WM-Spiele können sicher genossen werden – auch bis in die Nacht hinein", sagte die Ministerin.

Fußball und Klimaschutz - wie hängt das zusammen?

Der Spaß am Großereignis Weltmeisterschaft erfordert eine gute Infrastruktur: In der Halbzeitpause steigt der Wasserverbrauch um ein Vielfaches. Es werden jede Menge Speisen und Getränke konsumiert - und noch mehr Müll produziert. Die kommunalen Ver- und Entsorger haben alle Hände voll zu tun.

Um gegenzusteuern, ist das Bundesumweltministerium Partner von "Green Champions", einem Internetportal des Deutschen Olympischen Sportbundes für nachhaltige Sportveranstaltungen.

Zudem fördert die Bundesregierung mit der Nationalen Klimaschutzinitiative in den Kommunen insgesamt 285 Projekte von Sportvereinen, die Klimaschutzmaßnahmen durchführen. Die Fördersumme beläuft sich auf rund 5,3 Millionen Euro.

Die Bundesregierung hat die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) 2008 ins Leben gerufen. Seitdem wurden über die Förderprogramme der NKI von der Bundesregierung mehr als 25.000 Einzelprojekte in Städten und Kommunen, von Vereinen, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung mit rund 790 Millionen Euro gefördert. Das Spektrum ist breit und reicht von langfristigen Strategien für den Klimaschutz bis zu konkreten Hilfestellungen vor Ort. Damit hat die NKI dazu beigetragen, jährlich rund 1,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente Treibhausgasemissionen einzusparen.

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