Verbraucherschutz

Tipps rund um das Osterei

Kein Osterfest ohne bunte Eier: Sie werden angemalt, an Sträucher gehängt, versteckt und natürlich gegessen. Einige Regeln sollten Verbraucher jedoch beachten, um die farbenfrohen Eier hygienisch einwandfrei und genussvoll verzehren zu können.

Mädchen sucht Ostereier

Nicht nur bei Kindern beliebt: Die Ostereiersuche

Foto: Getty Images/Juice Images RF

Für den Einkauf, das Färben, Auspusten und die Lagerung von rohen Eiern gibt es einige Tipps, damit sich Ostereier ohne Bauchschmerzen genießen lassen.

Eierfärben mit Pflanzenfarbstoffen

Zum Eierfärben sind künstliche und natürliche Ostereierfarben geeignet. An den E-Nummern ist zu erkennen, dass sie als Lebensmittelfarben zugelassen sind. Allergiker sollten dennoch aufpassen: Bestimmte Lebensmittelfarben können allergische Reaktionen auslösen.

Wer auf chemisch-synthetische Farbstoffe verzichten will, kann die Eier auch mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln färben. Hier einige Beispiele:

  • Zwiebelschalen: Eine Handvoll ergibt braungelbe bis goldbraune Eier.
  • Kurkuma: Ein paar Teelöffel färben die Eier gelb.
  • Matetee: Die Ostereier werden im Aufguss lindgrün.
  • Rotkohl und Rote Beete: Zaubern rote bis lilafarbene Eier.
  • Weitere Pflanzen: Preiselbeeren (rosa), Holundersaft (bläulich) oder Kamillenblüten (gelb).

Vorsicht beim Auspusten roher Eier

Vor allem Kinder haben Freude daran, rohe Eier auszupusten und zu bemalen. Doch Achtung: An der Schale – seltener auch im Inneren des Eis – können Keime von Salmonellen haften, die eine Infektion auslösen können.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, nur frische und saubere Eier auszupusten. Man sollte sie zuvor mit lauwarmem Wasser waschen.

Beim Auspusten helfen dünne Strohhalme, um den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden. Bastelläden bieten mittlerweile auch kleine Blasebälge zum Eierauspusten an. Nach dem Auspusten immer die Hände waschen.

Auch die ausgepusteten Eier sollten von innen und außen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gesäubert werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält zum Auspusten von Eiern weitere Tipps bereit.

Auf Frische der Eier achten

Auf der Eierverpackung ist das "Mindesthaltbarkeitsdatum" angegeben. Bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller die Haltbarkeit, wenn die Eier richtig gelagert werden.

Die Bezeichnungen "extra" und "extra frisch" dürfen bis zum neunten Tag nach dem Legedatum als zusätzliche Qualitätsangabe auf Verpackungen aufgebracht werden. Eier sind innerhalb von höchstens 21 Tagen nach dem Legen an Verbraucher abzugeben. Eier, die älter als 28 Tage sind, sollten nur noch gut durcherhitzt gegessen werden.

Frischetest für Eier: Frische rohe Eier lassen sich auch daran erkennen, dass sie in einem Glas mit kaltem Wasser am Boden liegenbleiben. Alte Eier schwimmen hingegen oben. Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist.

Eier sind immer im Kühlschrank zu lagern – auch hart gekochte. Sie sollten innerhalb von vier Wochen verbraucht werden.

Für das Kochen der Eier empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, sie so lange zu kochen, bis Eiweiß und Eigelb fest sind. Das heißt, je nach Größe für mindestens sechs Minuten.

Verlockung im Supermarkt: Gefärbte Eier

Hart gekochte und gefärbte Ostereier aus industrieller Herstellung dürfen länger verkauft werden als frische Eier. Der Lebensmittelunternehmer legt das Mindesthaltbarkeitsdatum fest. In der Regel sind diese Eier mit einem Schutzlack behandelt, der verhindert, dass Keime eindringen. Daher sind sie mehrere Wochen lang bei Raumtemperatur haltbar, sofern die Schale nicht beschädigt ist.

Ob das bunt gefärbte Ei von einer freilaufenden Henne oder etwa einem Huhn aus Kleingruppen-Käfighaltung stammt, ist für den Käufer - anders als bei frischen Eiern - allerdings in der Regel nicht erkennbar.

Tipp: Greifen Sie nur zu Ware mit intakter Schale und mit Haltbarkeitsangabe. Achten Sie auf eine möglichst lange Restlaufzeit.

Außerdem sind auf der Packung die verwendeten Farbstoffe aufgelistet. Bei lose angebotener Ware auf Wochenmärkten oder im Einzelhandel reicht ein Schild neben den bunten Eiern, das das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und den Hinweis "mit Farbstoff" enthält. Beim Färben dürfen nur zur Färbung zugelassene Farbstoffe verwendet werden.

Eier sind gesund

In Eiern stecken viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe.

Im Hinblick auf den Cholesteringehalt der Eier empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen maßvollen Konsum. Das heißt, bis zu drei Eier in der Woche. "Versteckte" Eier in Nudeln, Kuchen und Gebäck sind in der Empfehlung bereits berücksichtigt.

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