Sieben gute Gründe für eine Pflegeausbildung

Tag der Pflege Sieben gute Gründe für eine Pflegeausbildung

2021 haben sich sieben Prozent mehr Menschen als im Vorjahr für eine Ausbildung im Bereich der Pflege entschieden. Eine gute Entwicklung: Das Interesse an einer Ausbildung in der Pflege steigt und die Reform der Pflegeausbildung wirkt: Mit der Neuausrichtung wurden die Ausbildungsbedingungen deutlich verbessert.

Pfleger hält die Hände einer Seniorin im Altersheim.

Ob Pflegeheim, Kinderstation oder ambulanter Pflegedienst - die Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. 

Foto: Getty Images/iStockphoto

  1. Zukunftssicher: Die Bedeutung der Versorgung Pflegebedürftiger nimmt Jahr für Jahr zu und der medizinische Behandlungsbedarf in Pflegeheimen steigt. Zunehmend ältere und demenzkranke Menschen werden in Krankenhäusern versorgt. Gut ausgebildete Pflegfachkräfte werden deshalb langfristig bundesweit benötigt.
  2. Verantwortungsvoll: Ausgebildetes Pflegefachpersonal übernimmt anspruchsvolle pflegerische Aufgaben, für die eine besondere Ausbildung nötig ist. Hierzu zählen etwa die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs der zu pflegenden Menschen, die Organisation des Pflegeprozesses sowie die Qualitätssicherung der Pflege. Die Tätigkeit in der Pflege zeichnet sich zudem durch die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Beschäftigten weiterer Fach- und Funktionsabteilungen, Pflegehelferinnen und Pflegehelfern und nicht zuletzt ehrenamtlich Engagierten aus.
  3. Systemrelevant: Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass bestimmte Berufsgruppen, wie etwa die Pflege, für die Grundversorgung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind. Pflegefachkräfte leisten nicht nur hochqualifizierte Arbeit, sondern sichern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Millionen Angehörige in Deutschland.
  4. Abwechslungsreich: Ob Pflegeheim, Kinderstation oder ambulanter Pflegedienst - die Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten Versorgungssettings. Hierzu zählen zum Beispiel die stationäre oder ambulante Akut- und Langzeitpflege. Bei entsprechenden Fort- und Fachweiterbildungen oder einem Studium kann sich das Tätigkeitsfeld erweitern. Möglichkeiten der Beschäftigung als Pflegewissenschaftlerin und Pflegewissenschaftler, Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen, Pflegedienstleitung, Einrichtungsleitung, Praxisanleitung, Case Managerin und Case Manager, Wundmanagerin und Wundmanager werden so möglich.
  5. Angemessen vergütet: Das Schulgeld wurde abgeschafft, eine angemessene Ausbildungsvergütung gesichert und vielfältige, wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeiten sind hinzugekommen. Insgesamt ist damit die Attraktivität der Pflegeausbildung gestiegen.
  6. Flexibel: Es wird nicht mehr zwischen Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege unterschieden: Alle Pflegeauszubildenden erlernen in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung identische Inhalte in Theorie und Praxis. Erst nach zwei Jahren müssen sich Auszubildende entscheiden, ob sie sich auf die Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren oder ob sie ihre generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen.
  7. Erweiterte Aufstiegs- und Karrierechancen: Neben der beruflichen Pflegeausbildung eröffnet die Möglichkeit eines Pflegestudiums neue Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Akademische Pflegekräfte werden so in die Lage versetzt, die Pflege von Menschen aller Altersstufen auf wissenschaftlicher Grundlage und Methodik zu verantworten.

61.458 Frauen und Männer haben 2021 eine Ausbildung in der Pflege begonnen. Das waren sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsmarkt, konnten die Ausbildungszahlen im zweiten Ausbildungsjahrgang – nach Reformierung der Pflegeausbildung – weiter gesteigert werden.

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