„Ihr macht Euch für die Gemeinschaft stark“

Bundeskanzler empfängt Sternsinger „Ihr macht Euch für die Gemeinschaft stark“

Olaf Scholz hat heute die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bundeskanzleramt empfangen. Er wünschte ihnen und allen Kindern, die bei der Aktion Dreikönigssingen mitmachen, „viele offene Türen und viele Menschen, die euch zuhören und die für euren guten Zweck auch spenden“.

Bundeskanzler Scholz steht vor einer Gruppe von Sternsingerinnen und Sternsingern im Kanzleramt.

Bundeskanzler Scholz bedankte sich bei den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihre guten Wünsche und ihren Einsatz für andere Kinder.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Über 100 Sternsingerinnen und Sternsinger kamen anlässlich des Dreikönigstages nach Berlin, um von Bundeskanzler Scholz begrüßt zu werden und auch im Kanzleramt den Segenswunsch „C+M+B“ an die Wand zu zeichnen. 

Dass dieses Mal so viele Sternsingerinnen und Sternsinger ins Kanzleramt kommen konnten, war sehr erfreulich. Im letzten Jahr konnte Scholz pandemiebedingt nur eine sehr kleine Delegation willkommen heißen. Dieses Jahr konnten wieder aus allen 27 deutschen Diözesen jeweils vier Kinder nach Berlin kommen. 

Noch am Vormittag war Bundeskanzler Scholz in Rom gewesen, wo er an der Beisetzung des emeritierten Papstes Benedikt XVI. teilgenommen hatte. Es war sehr berührend, schilderte Bundeskanzler Scholz, „zu sehen, wie viel dieser Papst den Gläubigen weltweit bedeutet hat.“ Und er wies darauf hin, dass auch Papst Benedikt schon als Kind in der Kirche engagiert war – „so, wie ihr es alle seid“. Während die Kinder im Mittelalter noch für sich selbst sammelten, bitten die Sternsingerinnen und Sternsinger heute um Spenden für andere Kinder. „Ihr macht Euch für die Gemeinschaft stark“, so Scholz. „Das finde ich gut und wichtig“. 

Im Fokus: Schutz vor Gewalt

Die 65. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Kinder stärken – Kinder schützen – in Indonesien und weltweit.“ Dabei machen die Sternsinger auf Mädchen und Jungen aufmerksam, die physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind.

Kanzler Scholz bekräftigte den Aufruf, Kinder zu stärken und zu schützen. Dieser Appell könne kaum aktueller sein. „Denn überall auf der Welt erleiden Kinder Gewalt“ sagte Scholz. „Kinder sind Krieg und all den Zerstörungen, die damit verbunden sind, ausgesetzt“, so der Kanzler auch mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Immer wieder seien gerade Kinder Opfer etwa von Raketenangriffen. Viele Kinder seien deshalb auf der Flucht, manchmal auch ganz allein.

Es sei zudem bedrückend, so Scholz, dass Kinder gerade an solchen Orten Gewalt erlebten, die ihnen eigentlich Geborgenheit bieten sollten – „manchmal im eigenen Elternhaus oder im Verein oder in Gemeinden“, so der Kanzler. „Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, was ihr tut, und deshalb ist euer Engagement so bedeutend“, würdigte Scholz den Einsatz der Kinder.

Kanzler Scholz überreicht einer Sternsingerin eine Spende.

„Auch ich will gern eine Spende überreichen“, erklärte Bundeskanzler Scholz und bedankte sich bei den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihren Einsatz.

Foto: Bundesregierung/Steins

Segen überbringen – anderen Kindern helfen

Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar ziehen rund 300.000 Sternsingerinnen und Sternsinger in ganz Deutschland von Haus zu Haus, schreiben den Segen an die Türen und sammeln Spenden für notleidende Kinder überall auf der Welt. Der Segen lautet: „C+M+B“ und steht für den lateinischen Ausspruch „Christus mansionem benedicat". Übersetzt heißt dies: „Christus segne dieses Haus“. Auch der Bundeskanzler übergab den Kindern eine Spende, um sie bei ihrem Einsatz für andere Kinder zu unterstützen. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).