Kraftvolles Signal für mehr Investitionen in Deutschland

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Statement des Kanzlers zur Unternehmensinitiative „Made for Germany“  Kraftvolles Signal für mehr Investitionen in Deutschland

Bundeskanzler Merz hat Vertreterinnen und Vertreter der Initiative „Made for Germany” empfangen. „Wir stehen vor einer der größten Investitionsinitiativen, die wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gesehen haben”, sagte der Kanzler in seinem Statement. 

9 Min. Lesedauer

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Montag, 21. Juli 2025
Auf dem Foto zu sehen sind Bundeskanzler Friedrich Merz und Vertreter der Unternehmensinitiative "Made for Germany".

Nach dem Austausch mit Vertreterinnen und Vertreterm der Initiative „Made for Germany” äußerte sich Kanzler Merz in einem Statement. 

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Bundeskanzler Friedrich Merz hat gemeinsam mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmensinitiative „Made for Germany im Bundeskanzleramt empfangen. Nach dem „Investor Round Table “  ist dies das zweite Treffen, das die positiven Signale aus der Wirtschaft an die Bundesregierung verstärkt.

Die Initiative „Made for Germany“ besteht aus über 60 Unternehmen, darunter Start-ups sowie mittlere und große Unternehmen. Sie wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, einen Beitrag zur Verbesserung des Investitionsklimas in Deutschland zu leisten. Dafür investieren die Unternehmen unter anderem in neue Standorte in Deutschland – aber auch in Forschung und Entwicklung sowie in die Modernisierung deutscher Infrastruktur. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutschland ist zurück: Bundeskanzler Merz begrüßte in seinem Statement nach dem Treffen das Vertrauen der Unternehmen in den Standort Deutschland und seine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Die Investitionen setzten ein „Signal für Wirtschaftswachstum und Zukunftsfähigkeit“ des Standortes. Die Botschaft sei klar: „Deutschland ist zurück“.
  • Weichen gestellt: Mit dem Investitions-Sofortprogramm, dem Sondervermögen Infrastruktur und der größten Unternehmenssteuerreform seit 15 Jahren habe die Bundesregierung bereits entscheidende Weichen gestellt, um mehr Wachstum und Investitionsanreize zu schaffen. „Wir stehen vor einer der größten Investitionsinitiativen, die wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gesehen haben”, betonte der Kanzler.
  • Klare Erwartungen: Der Kanzler betonte, dass mit den Investitionszusagen der Unternehmen auch die klare Erwartung der Unternehmen verbunden sei, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen weiterhin umgesetzt würden – insbesondere die Strukturreformen. Auf diese Umsetzung komme es auch mit Blick auf die Investitionszusagen an: „Die Arbeit liegt jetzt vor uns”, sagte Merz.

Sehen Sie hier das Video der Pressestatements: 

11:24

Video Statement des Bundeskanzlers zur Unternehmensinitiative „Made for Germany“ 

Lesen Sie hier die Mitschrift der Pressestatements: 

Bundeskanzler Friedrich Merz:

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen! Ich freue mich sehr, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind, heute in das Bundeskanzleramt zu kommen.

Wir haben gerade mit der Unternehmensinitiative „Made for Germany“ gesprochen und Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen im Kanzleramt zu Gast gehabt. Die Initiative möchte einen Beitrag zur Investitionstätigkeit und zur Innovationsfähigkeit unseres Landes leisten. Wir seitens der Bundesregierung wollen mithelfen, dies zu erreichen. Wir wollen das Investitionsklima in Deutschland verbessern. Wir haben zahlreiche Unternehmen gesehen, die sich der Initiative angeschlossen haben. Herr Busch und Herr Sewing werden gleich noch Details dazu nennen. Vielleicht nur so viel: Es sind über 60 Unternehmen, die mittlerweile Investitionszusagen von über 600 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre gegeben haben, also für die Jahre 2025 bis 2028. Das heißt im Klartext: Wir stehen vor einer der größten Investitionsinitiativen, die wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gesehen haben.

Ich will mich zunächst einmal bei Christian Sewing und Roland Busch herzlich dafür bedanken, dass sie beide die Initiative ergriffen und so viele Unternehmen mit auf den Weg genommen haben, die hier heute Morgen auch ganz überwiegend vertreten waren.

Diese Unternehmen sind die deutschen Industrieunternehmen – viele Namen kennen Sie –, aber auch der industrielle Mittelstand und auch Start-up-Unternehmen. Sie alle haben heute ausdrücklich wertgeschätzt, dass wir in der Bundesregierung uns auf den Weg gemacht haben, das Investitions- und Innovationsklima in unserem Lande zu verbessern. Sie haben auch von zahlreichen Investitionsvorhaben berichtet, Investitionen in neue Standorte, in neue Anlagen, aber auch in Forschung und Entwicklung und zur Modernisierung der Infrastruktur. Wir seitens der Bundesregierung haben durch den Bundesfinanzminister und Stellvertreter des Bundeskanzlers Lars Klingbeil, die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und meine Person teilgenommen. Wir haben diese Initiative heute Morgen auch gemeinsam begrüßt.

Wir freuen uns über das Vertrauen, dass die Unternehmen damit nicht uns, der Bundesregierung, sondern unserem Wirtschaftsstandort und auch seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entgegenbringen. Ich kann Ihnen berichten, dass in den Beiträgen auch immer wieder eine Rolle gespielt hat, wie wichtig es ist, dass wir leistungsfähige Unternehmen haben. Leistungsfähige Unternehmen sind in erster Linie leistungsfähige und arbeitsbereite Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben.

Wir wollen mit dieser Initiative heute gemeinsam ein Signal für Wirtschaftswachstum und Zukunftsfähigkeit des Standortes setzen. Die Wachstumsschwäche der letzten Jahre hat uns gezeigt, dass wir bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft insgesamt brauchen. Die Investitionen der Initiative sind ein sehr kraftvolles Signal, dass wir jetzt gerade einen Stimmungswechsel erleben und ihn verstetigen.

Die Botschaft, die wir damit verbinden, ist sehr klar und sehr deutlich: Deutschland ist zurück. Es lohnt sich wieder, in Deutschland zu investieren. Wir sind kein Standort der Vergangenheit, sondern ein Standort der Gegenwart und vor allem der Zukunft.

Diese Bundesregierung will Deutschland wieder nach vorn bringen. Wir wollen Investitionen in neue Technologien und Innovationen ermöglichen und damit die Grundlage für neue Stärke, für neues Wachstum schaffen und damit für Wohlstand für alle, wie Ludwig Erhard es einmal so schön formuliert hat. Wir als Bundesregierung haben mit dem Investitions-Sofortprogramm, das am 11. Juli, also am vorletzten Freitag, im Bundesrat bereits verabschiedet worden ist und jetzt auch in das Bundesgesetzblatt geschrieben wird, und dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen Infrastruktur bereits entscheidende Weichen gestellt, um mehr Wachstum und mehr Investitionsanreize zu schaffen. Wir haben heute gesehen, wie unsere Investitionen durch zusätzliches privates Kapital enorm verstärkt werden können. Dieses Potenzial wollen wir heben und damit weitere Wachstumseffekte auslösen. Denn eines ist völlig klar: Die Investitionsaufgaben, vor denen wir stehen, können bei Weitem nicht allein durch die öffentlichen Haushalte gelöst werden. Im Gegenteil, der größere Teil muss von den privaten Investoren, von den Unternehmen, aber auch von vielen Kapitalsammelstellen erbracht werden. Uns ist klar, dass mit den Investitionszusagen auch die klaren Erwartungen verbunden sind, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen im Bereich der Wirtschaftspolitik umgesetzt werden, insbesondere die Strukturreformen, die wir verabredet haben.

In diesem Sinne den Initiatoren und all denjenigen, die auch daran mitgewirkt haben, dass dies heute Morgen so erfolgreich sein konnte, noch einmal sehr herzlichen Dank! Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit dieser Initiative. Ich habe von meiner Seite aus eingeladen, diesen Dialog entweder zum Jahresende oder spätestens gleich zu Beginn des neuen Jahres fortzusetzen, auch zwischendurch im kleineren Kreis. Denn es kommt jetzt nicht darauf an, dass wir alle sagen: „Schön, dass wir uns mal getroffen haben“, sondern es kommt jetzt darauf an, dass wir das, was wir vereinbart und besprochen haben, auch umsetzen, sowohl auf der Seite der Unternehmen – das ist deren Verantwortung –, aber auch auf unserer Seite, der politischen, um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass von diesen Unternehmen die vielen hundert Milliarden Euro an Investitionen in Deutschland wirklich möglich werden. Es sind auch noch einige mehr, die sich anschließen wollen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das, so wie vereinbart, auf den Weg bringen können. Die Arbeit liegt jetzt vor uns. Der Anfang ist am heutigen Tag gemacht.

Vorstandsvorsitzender Christian Sewing:

Herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Guten Tag, meine Damen und Herren! Deutschlands Wirtschaft hat enormes Potenzial, und jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass wir dieses Potenzial auch wieder voll ausschöpfen.

Der heutige Tag stimmt mich persönlich sehr optimistisch, dass uns das gelingen kann. Heute hat sich deutlich gezeigt, dass wir es selbst in der Hand haben und dass wir selbst die Kraft dazu haben. Wir hatten einen ausgezeichneten Austausch im Kanzleramt. Wir erleben hier meines Erachtens eine Regierung, die Tempo macht – und das Wichtigste: Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit stehen ganz oben auf der Agenda. Sie ist entschlossen, den Reformstau aufzulösen, der uns zu lange gebremst hat, und sie hat den Raum für erhebliche Investitionen, wie wir es gerade gehört haben, geschaffen. Das sind gute und richtige Voraussetzungen für eine Wachstumswende. Aber es braucht noch mehr davon.

Wir haben den Bundeskanzler, den Vizekanzler und die Bundeswirtschaftsministerin heute ermuntert, den Reformkurs fortzusetzen, und wir haben unterstrichen, was wir als Wirtschaft beitragen können und wirklich wollen. Als Unternehmen in Deutschland stehen wir in der Verantwortung, die Zukunft mitzugestalten. Genau dieser Verantwortung stellen wir uns.

Dafür steht die Initiative "Made for Germany". Der Bundeskanzler hat es eben gesagt: 61 Unternehmen haben sich bislang zusammengetan. Marktführer aus allen Branchen, die die vielfältigen Stärken unserer Wirtschaft verkörpern, internationale Unternehmen, Familienunternehmen, Mittelstand, Start-ups und auch Investoren aus dem In- und dem Ausland: Alle sind dabei. Wir alle bekennen uns zum Standort Deutschland ohne Wenn und Aber. Wir investieren bis zum Jahr 2028 mindestens 631 Milliarden Euro, und ich kann Ihnen sagen: Es wird noch mehr dazukommen. Gemeinsam und im engen Dialog mit der Bundesregierung wollen wir Deutschland wieder nach vorne bringen, damit wir zum Wachstumsmotor für ein starkes Europa werden.

Die Chancen waren selten größer. Investoren und internationale Unternehmen stehen bereit, um in unsere Wirtschaft zu investieren. Sie schätzen Deutschland als stabilen und verlässlichen Partner, gerade in diesen volatilen Zeiten. Gelingt uns nun die Wirtschafts- und Wachstumswende, dann sind die heutigen Investitionszusagen der Initiative „Made for Germany“ nur der Anfang einer langfristigen Erfolgsgeschichte. Vielen Dank.

Vorstandsvorsitzender Roland Busch:

Mit der Initiative „Made for Germany“ setzen wir heute gemeinsam ein starkes Zeichen – vielen Dank nochmals für den sehr guten Austausch heute. 631 Milliarden Euro, das ist das Bekenntnis von 61 deutschen und internationalen Unternehmen zum Standort Deutschland. Und unsere Prioritäten sind eindeutig: Wir wollen wirtschaftliches Wachstum, wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken, wir wollen unsere technologische Führerschaft verteidigen oder weiter ausbauen und wir wollen unsere Infrastruktur ins digitale Zeitalter bringen. Wir haben heute damit begonnen, mit einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik. Unser Gespräch heute stimmt mich zuversichtlich, dass die Regierung mutige Strukturreformen angeht und damit die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger wird.

Unsere Initiative ist sehr konkret. Wir haben neun Handlungsfelder definiert, und diese haben im Übrigen einen extrem hohen Überdeckungsgrad mit den Prioritäten im Koalitionsvertrag. Die entscheidende Frage ist aber: Was braucht es, um unsere 631 Milliarden Euro freizusetzen, sie produktiv zu schalten? Unter anderem bedeutet das für die Politik: weniger regulieren, den Unternehmen mehr Freiheit geben, mehr Raum für Innovation. Wir müssen mutiger und schneller werden, vor allem bei Entscheidungs- und Genehmigungsprozessen und natürlich auch bei der Digitalisierung.

Riesige Möglichkeiten sehe ich bei der künstlichen Intelligenz, und zwar bei der industriellen künstlichen Intelligenz für die produzierenden Gewerbe und für die Industrie – also da, wo Deutschland stark ist. Unser Land hat hier eine historische Chance. Wir haben alles, um bei industrieller KI weltweit führend zu sein. Automobil, Chemie, Pharma, Maschinenbau, Energie und Gesundheit: Ob Großunternehmen oder Mittelständler, sie alle sitzen auf einem einzigartigen Datenschatz aus ihren Fabriken, Anlagen und Forschungslaboren, und wir haben die Menschen mit dem hochnotwendigen Domain-Know-how.

Wenn wir unsere Industrien stärken, erhalten wir unseren Wohlstand und sichern eine erfolgreiche Zukunft. Aber dafür müssen alle Hände an Deck, und das geht nur gemeinsam. Das Gespräch hat gezeigt: Politik und Wirtschaft ziehen am gleichen Strang. Wir sind bereit, gemeinsam die notwendigen Veränderungen einzuleiten, um unsere Wirtschaft wieder in den Wachstumsmodus zu bringen, und wir sind bereit, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auch im internationalen Vergleich gemeinsam auf ein neues Niveau zu heben.

Bundeskanzler Friedrich Merz: 

Danke schön! Frohes Schaffen und bis bald!