Staatsministerin Özoğuz zu den Einbürgerungszahlen 2013

„Das können wir besser!

Deutschland wird immer vielfältiger, Deutschland ist international so attraktiv wie nie. Und doch stagnieren die Einbürgerungszahlen auf sehr niedrigem Niveau. Das darf nicht so bleiben! Fast drei Viertel der Ausländerinnen und Ausländer erfüllen grundsätzlich die Vorausset-zungen dafür, sich einbürgern zu lassen. Und nur etwas mehr als zwei Prozent von ihnen unternehmen diesen Schritt.

Integration heißt auch umfassende politische Teilhabe. Wer in Deutschland zu Hause ist, soll mitbestimmen können: Wählen dürfen und gewählt werden können - das geht nur mit allen Staatsbürgerrechten.

Auffällig, ja ins Auge stechend, sind die Unterschiede in den Bundesländern. Dass Hamburg mit großem Abstand bei der Einbürgerung vorne liegt, ist kein Zufall. Das ist Ergebnis eines klaren politischen Willens und einer klaren Botschaft: Wir wollen, dass Ihr teilhabt, wir wollen, dass Ihr dazu gehört, wir wollen, dass Ihr deutsche Staatsbürger werdet. Und siehe da: 2013 fanden in Hamburg knapp 1600 Einbürgerungen mehr statt als im Jahr zuvor (+ 27,8 %).

Eine so klare und eindeutige Ansprache wünsche ich mir überall in Deutschland. Verglichen mit skandinavischen Ländern sind unsere Einbürgerungsvoraussetzungen sehr hoch. Doch zeigt sich, dass schon mit der geltenden Rechtslage bessere Ergebnisse erzielt werden können, wenn der politische Wille denn da ist.“