Staatsministerin Grütters fördert Spielfilmvorhaben mit rund 2,7 Mio. Euro

Am 12. Juli 2017 fand die Sitzung der Jury für Spielfilmförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien statt. Aus insgesamt 39 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden 6 programmfüllende Filmvorhaben und aus 40 Anträgen auf Drehbuchförderung 5 Stoffe durch die Jury zur kulturellen Filmförderung vorgeschlagen. Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten programmfüllenden Spielfilmvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 2.690.000,00 Euro.

  • Pressemitteilung 270
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Produktionsförderung:

„7500“, Produktionsfirma: Augenschein Filmproduktion GmbH, Köln, Autor: Patrick Vollrath, Regisseur: Patrick Vollrath,
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: 7500 erzählt eine Flugzeugentführung, die ausschließlich im Cockpit spielt. Auf engstem Raum haben ein Terrorist und ein Co-Pilot eines gemeinsam. Sie wollen nur überleben, aber dazu brauchen sie den anderen.

„Donbass“, Produktionsfirma: Ma.ja.de Fiction GmbH, Leipzig, Autor: Sergei Loznitsa, Regisseur: Sergei Loznitsa
Fördersumme: 390.000 Euro.
Inhalt: Donbass. Ostukraine. Ein Land zerfällt. Eine Welt kollabiert. Weltbilder zerbrechen. Aus der Vogelperspektive der Geschichte sehen wir den namenlosen Kampf der Global Player. Aber wie sieht es da unten aus, am Boden bei den Menschen, die jeden Tag in diesem Inferno überstehen müssen? Wie überleben sie?

„Doch wir lächeln zurück“, Produktionsfirma: Komplizen Film GmbH, Berlin, Autoren: Xaver Xylophon, Ariana Berndl, Regisseur: Xaver Xylophon
Fördersumme: 400.000 Euro.
Inhalt: Obwohl Juri jung ist, hat er vor allem eines: Angst zu sterben. Nächtliche Panikattacken sind Routine - nur begegnet er diesmal einem düsteren Österreicher, der behauptet, der leibhaftige Tod zu sein. Ein faustisch-bizarrer Trip in die Nacht beginnt, bei dem sich Juri in Nina verliebt und am Ende einer sterben muss.

„Kids Run“, Produktionsfirma: Flare Film GmbH, Berlin, Autorin: Barbara Ott , Regisseurin: Barbara Ott
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Andi (27) ist alleinerziehender Vater aus finanziell prekären Verhältnissen. Seine Ex leiht ihm Geld. Doch das sind die Ersparnisse ihres neuen Freundes. Als der davon erfährt, beginnt für Andi ein erbitterter Kampf um die Frau, die er immer noch liebt und das Recht, der Vater seiner Kinder bleiben zu dürfen.

„Mahan“, Produktionsfirma: DETAiLFILM GmbH, Hamburg, Autor: Mohammad Rasoulof, Regisseur: Mohammad Rasoulof
Fördersumme: 280.000 Euro.
Inhalt: Um endlich nach vorne schauen zu können, muss sich Mahan den Dämonen seiner Vergangenheit stellen - auch wenn diese aus der eigenen Familie kommen.

„The Bra“, Produktionsfirma: Veit Helmer Filmproduktion, Berlin, Autoren: Veit Helmer, Leonie Geisinger, Regisseur: Veit Helmer
Fördersumme: 470.000 Euro.
Inhalt: Eine moderne Cinderella-Variante ohne Dialog. Ein einsamer Lokomotivführer findet einen BH, der bei der Fahrt an seiner Lok hängen geblieben ist. Er begibt sich auf die Suche nach der Besitzerin.

Drehbuchförderung:

„Dark Star“, Autor: Martin Kluger, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Die junge Berliner Jüdin Stella träumt von einer Karriere als Jazzsängerin. Nach der Übernahme der Macht durch die Nazis erleidet sie mit ihrer Familie Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung. Um ihre Eltern vor dem KZ zu retten und nach schwerer Folter wird sie zur Verräterin an den letzten in Berlin versteckten Juden.

Und auch so bitterkalt“, Autorinnen: Friederike Jehn, Lara Schützsack, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Die 11jährige Malina kämpft um das Leben ihrer angehimmelten Schwester Lucinda (15), die von ihren Eltern für magersüchtig gehalten wird, in Wirklichkeit aber, wie Malina schmerzlich herausfindet, ein Vampir ist.

Rockall“, Autor: Michael Schorr, Berlin. Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Das Meer verspricht Freiheit, dann gebiert es Monster.

Thomas“, Autor: Thomas Wendrich, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Der Film THOMAS erzählt das Leben des Autors Thomas Brasch als eine Jahrhundert-Geschichte, die gewaltig und zugleich gewalttätig ist. So wie die Zeit des geteilten Deutschlands. Braschs Werk, betörend in den Worten und magisch in den Bildern, ist dabei Grundlage für einen schillernden, verführerischen, poetischen Film über Brasch.

„SCHUH frisst HIRN“, Autorin: Anca Miruna Lazarescu, Dachau. Fördersumme: 30.0000 Euro
Inhalt: Familie Schuh und Familie Hirn – alle vier gute Freunde. Bis die Affäre der einen auffliegt und die anderen finden, dass sie nun an der Reihe sind. Das Fressen beginnt.

Der Jury Spielfilm gehörten für die Sitzung am 12. Juli 2017 an:
Bettina Brokemper (Produzentin, Köln), Natja Brunckhorst (Autorin und Schauspielerin, München), Michael Meyns (Filmkritiker und -journalist, Berlin), Martin Hagemann (Produzent, Berlin) und Linda Söffker (Berlinale, Leitung Perspektive Deutsches Kino, Berlin).

Der nächste Einreichtermin für Drehbuch- und Produktionsförderung Spielfilm ist der 20. September 2017. Die aktuellen Filmförderungsrichtlinien, Antragsformulare und Merkblätter sind im Internet unter www.kulturstaatsministerin.de/filmfoerderung abrufbar.

Kontakt/Information:
Pressestelle BKM, Telefon: 030/18 272 - 3281, Fax: - 3259, E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de
Filmreferat der BKM, Telefon: 030/18 681- 44357, Fax: -544357, E-Mail: K35@bkm.bund.de

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