Spitzensport-Reform

Sportnation Deutschland stärken

Der Spitzensport in Deutschland soll erfolgreicher werden. Das ist Ziel eines Konzepts, das Bundesinnenminister de Maizière heute dem Kabinett vorgelegt hat. Die Bundesregierung will den Leistungs- und Spitzensport künftig transparenter und wirksamer fördern.

Die Fußballspielerin Alexandra Popp jubelt bei den Olympischen Spielen in Rio mit Medaille und Deutschlandfahne.

Ziel der Reform: mehr Medaillen bei den Olympischen Spielen.

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Wer Medaillenchancen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen hat, wird künftig gezielter gefördert. Gleiches gilt für Medaillenkandidaten bei den Gehörlosen-Spielen (sogenannte Deaflympische Spiele), bei Weltmeisterschaften und World Games.

Denn seit der Wiedervereinigung war die Zahl der Medaillen bei Olympischen Spielen stark rückläufig; seit 2008 stagnierte sie. Die Reform hat das Ziel, die Medaillen- und Endkampfplätze bei Olympischen Spielen zu steigern.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat das Konzept gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erstellt. Mitgewirkt haben auch die Sportminister der Länder. Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag vereinbart, die Spitzensportförderung zu reformieren.

Transparente und wirksame Förderung

Künftig sollen sich die Fördermittel sehr viel genauer auf das Erfolgspotential der Athletinnen und Athleten, die Sportarten und Disziplinen konzentrieren. Damit können Haushaltsmittel effizienter und effektiver eingesetzt werden.

Die Transparenz der Spitzensportförderung wird durch das Konzept ebenfalls deutlich verbessert. Die Mittelvergabe soll für alle öffentlich und nachvollziehbar sein. Die neue Fördersystematik soll ab 1. Januar 2019 gelten.

Die Reform will auch die duale Karriere von Spitzensportlern verbessern. Athletinnen und Athleten sollen Ausbildung, Beruf und sportlicher Karriere besser verbinden können.

Wesentliche Inhalte der Reform

• Verbesserung der dualen Karriere, der Athletenförderung und -absicherung;
• Optimierung der Trainersituation;
• Ausbau und Optimierung der wissenschaftlichen Unterstützung;
• Professionalisierung der Personalstrukturen in den Spitzenverbänden;
• Umsetzung der Fördersystematik im Behindertensport;
• Verbesserung der Fairness und Sauberkeit des Spitzensports;
• Steuerung und Qualitätsmanagement durch den DOSB.