Im Wortlaut

Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch der TU Darmstadt am 8. Oktober 2018

in Darmstadt

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Montag, 8. Oktober 2018

BK’in Merkel: Ich bedanke mich bei Minister Rhein und bei Ministerpräsident Volker Bouffier, aber auch bei Ihnen, Herr Präsident, dafür, dass wir heute hier an der TU Darmstadt zu Gast sein können und den Bereich Robotik und künstliche Intelligenz etwas näher kennenlernen konnten. Ich bin natürlich beeindruckt von Hector, der deutlich mehr kann als Bruno vor zehn Jahren. Daran sieht man, dass sich zum Beispiel die automatische Erkundung so entwickelt, dass Menschen weniger in Gefahr geraten müssen ‑ Ihr Projekt hat ja einen ganz praktischen Nutzen. Deshalb finde ich es auch sehr interessant, dass es hier auf der einen Seite die Grundlagenforschung gibt, auf der anderen Seite aber auch die Anwendung bis hin zur Ausgründung. Denjenigen, die sich jetzt ausgründen werden, wünsche ich natürlich viel Erfolg!

Wir haben dann in einer Gesprächsrunde mit den Studierenden gesehen, wie motiviert die TU Darmstadt ist, wie motiviert die Studierenden und die Lehrkräfte sind, und dass wir hier wirklich ein Juwel in Fragen der künstlichen Intelligenz mit all ihren Teilgebieten haben. Wir wissen, dass der internationale Wettbewerb hier sehr hart ist, aber Darmstadt zeigt, dass Deutschland spitze sein kann. Das ist eine sehr gute Nachricht und freut mich, denn ich habe als Bundeskanzlerin immer sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir das Drei-Prozent-Ziel erreichen, also drei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung ausgeben, und dass auch die staatliche Seite ihren Beitrag dazu leistet.

Für mich ist es wunderbar zu sehen, wie die hessische Landesregierung jetzt im Grunde schon die Früchte dessen einfährt, was sie ganz bewusst getan hat, nämlich der TU Darmstadt einen hohen Grad an Autonomie zu geben. Daraus hat die Wissenschaft in ihrer Freiheit dann auch vieles gemacht. Insofern ist die Entwicklung der TU Darmstadt eben auch auf das Engste mit einer sehr klugen und auch mutigen Wissenschaftspolitik des Bundeslandes Hessen verbunden. Danke, dass ich mir ein Stück davon anschauen konnte!

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