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Bundesregierung fördert Photovoltaik-Ausbau

Preiswerterer Strom für Mieter

Niedrigere Stromkosten für Mieter, mehr Solaranlagen auf den Dächern: Die Bundesregierung will den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben und fördert Anlagenbetreiber, die Photovoltaikanlagen auf vermieteten Gebäuden installieren. Die Mieter profitieren dabei von geringeren Stromkosten.  

Photovoltaik einen bedeutenderen Beitrag zur Energiewende in Deutschland spielen.

Photovoltaik soll einen bedeutenderen Beitrag zur Energiewende in Deutschland spielen.

Foto: Paul Langrock/Zenit/laif

Neben Wind und Biomasse soll die Photovoltaik einen bedeutenderen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten. Dafür hat die Bundesregierung vorgesehen, das Potenzial von 3,8 Millionen Wohnungen einzubeziehen und auch Mieter zu Nutznießern der Förderung der Energiewende werden zu lassen.

Mieter selbst können die Förderung zwar nicht direkt erhalten. Dennoch profitieren sie von der Förderung, und zwar indirekt durch einen geringeren Preis für Strom. Denn der Preis ist vermindert um Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Voraussetzung für die seit zwei Jahren bestehende Förderung: Mindestens 40 Prozent der Fläche des Gebäudes muss Wohnfläche sein.

Attraktiv für Mieter und Vermieter

Die Förderung kann nur beantragen, wer die Solaranlage auf dem Dach eines Wohngebäudes betreibt. Die Förderung besteht in einem sogenannten Mieterstromzuschlag, der vom Netzbetreiber gewährt wird. Die Höhe des Zuschlags hängt von der Größe der Solaranlage und dem Photovoltaik-Zubau insgesamt ab. Sie liegt zwischen 2,2 und 3,8 Cent pro Kilowattstunde. Hierin enthalten ist auch eine Entschädigung für den zusätzlichen Aufwand des Betreibers, meist der Vermieter, durch verpflichtende Vertrags- und Rechnungsgestaltung, Registrierung und Mitteilung.

Stromanbieter weiter frei wählbar 

Freie Stromanbieterwahl muss gleichsam gewährleistet bleiben. Wer beim allgemeinen Grundversorger verbleiben möchte, muss dies tun können. Deshalb ist eine Kopplung mit dem Mietvertrag nicht zulässig. Außerdem ist für diesen Mieterstrom eine Preisobergrenze vorgesehen, die 90 Prozent des Basistarifs vom Grundversorger nicht übersteigen darf.

Sonnenenergie direkt in Strom umwandeln
Mit Photovoltaikanlagen, auch Solaranlagen genannt, wird Sonnenenergie direkt in Strom umgewandelt. Neue Solaranlagen gehören heute zu den günstigsten Erneuerbare-Energien-Technologien. Nach der Windenergie an Land mit einer installierten Leistung von mehr als 52 Gigawatt stellten mehr als 1,6 Millionen Solaranlagen Ende 2018 mit rund 45 Gigawatt Leistung den zweitgrößten Anteil der Stromerzeugungssysteme bei den Erneuerbaren Energien.

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